Bestnote für Südtirols Haushaltspolitik  

erstellt am
18. 12. 06

Bozen (lpa) - Südtirol hat für seine Haushaltspolitik die Bestnote bekommen, die dem dreifachen A (Aaa) entspricht. Die Rating-Agentur Moody’s Investors Service hat dem Land Südtirol die höchstmögliche Bonitätsbewertung erteilt. Landeshauptmann Luis Durnwalder und Finanzlandesrat Werner Frick wurde am 15.12. diese Note bestätigt.

„Es freut uns, dass in schwierigen Zeiten insgesamt die wirtschaftspolitischen Bemühungen unseres Landes von einer unabhängigen Stelle prämiert werden“, sagen Landeshauptmann Durnwalder und Finanzlandesrat Frick. Die gute Bewertung signalisiere dem Bürger, dass die öffentlichen Gelder umsichtig verwaltet werden und stärke das Ansehen Südtirols auf dem internationalen Markt sowie den Wirtschaftsstandort Südtirol gegenüber Investoren, so Durnwalder und Frick. Mit dem dreifachen A (Aaa) hat das Land seien Bewertung vom Vorjahr noch gesteigert. 2005 war das Land für seine Haushaltspolitik von der Rating-Agentur Moody’s Investors Service mit Aa1 bewertet worden. Außerdem steht Südtirol mit seiner Note besser da als der italienische Staat, dessen Bewertung mit Aa2 gleich blieb wie im Vorjahr.

Wie Landeshauptmann Durnwalder und Landesrat Frick ist auch Roberto Morandi, der Direktor des Landesamts für Einnahmen, mit der Höchstnote zufrieden. Das dreifache A sei ein weiteres Zeichen dafür, dass die Finanzen des Landes gut verwaltet werden, sagt Morandi, der Direktor des Landesamts für Einnahmen, zur Bonitätsbewertung. Bereits seit Jahren könne das Land mit ähnlich guten Ergebnissen aufwarten, so Morandi. Das Landesressort für Finanzen wird in den nächsten Tagen - sobald detaillierte Bewertungsunterlagen der Agentur Moody’s vorliegen - Einzelheiten zur Bewertung bekannt geben.

Die gute Note beim Rating hat auch auf die künftige Finanzaktivität des Landes positive Auswirkungen, so ist das Rating etwa im Falle einer Kreditaufnahme seitens des Landes von Vorteil. Das Land bekommt bessere Konditionen bei der Kapitalbeschaffung. Auch neue Finanzinvestoren können leichter gefunden werden. Zudem ist die gute Note ein wichtiges Marketingsinstrument für das Land.

Bei dem Rating (englisch für Bewertung, Einschätzung) handelt es sich um die Bewertung der Fähigkeit eines Unternehmens oder einer öffentlichen Körperschaft, finanzielle Verpflichtungen auch in Zukunft fristgerecht zu erfüllen. Seit 2002 lässt die Finanzabteilung des Landes jährlich die öffentliche Verwaltung von Rating-Agenturen bewerten.

Rating Codes
AAA (engl. Triple-A) steht für eine hohe Bonität, C oder gar D für eine schlechte. Die Kategoriebezeichnung unterscheidet sich von Agentur zu Agentur. So verwendet Moody’s beispielsweise Zahlen als Zusatz (Aa1) und die Agentur Fitch z. B. Plus- und Minuszeichen (Aa+).
 
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