Doyenne des Konsularischen Korps in Salzburg geehrt  

erstellt am
26. 01. 07

Burgstaller überreichte Goldenes Ehrenzeichen des Landes an Konsulin Marion Cappelen
Salzburg (lk) - Das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg überreichte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller am 25.01. an die Doyenne des Konsularischen Korps in Salzburg, Konsulin Marion Cappelen, in der Salzburger Residenz. Netzwerke aufzubauen und zu nutzen, sei seit Jahrzehnten eine besondere Stärke von Konsulin Cappelen, so Burgstaller, die der Doyenne des Konsularischen Korps in Salzburg nachträglich zum 75. Geburtstag gratulierte und sie für die großartigen Leistungen für das Land Salzburg ehrte. Cappelen wird mit Ende Februar ihre Funktion als Doyenne beenden.

Marion Cappelen wurde 1931 in Trautenau in der damaligen Tschechoslowakei geboren, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie studierte in Bonn Volkswirtschaft und machte während eines Auslandssemesters ein Examen in Französisch. Nach dem Abschluss des Zwischenexamens setzte sie ihr Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main fort. Noch vor dem Abschluss heiratete sie und übersiedelte 1956 nach Hallein. Bis 1971 war sie unentgeltlich im Sozialwesen tätig.

Ab 1965 arbeitete sie auch im Honorarkonsulat der Republik Finnland. Weiters war sie unter anderem als Gesellschafterin und Prokuristin der J.W. Cappelen GmbH und als Leiterin des Halleiner Büros, als Gründerin und Präsidentin der Österreichisch-Finnischen Gesellschaft Salzburg ÖFG und als Honorar-Vizekonsulin der Republik Finnland tätig. Seit Februar 2003 ist Cappelen Doyenne des Konsularischen Korps Salzburg.

Marion Cappelen sei zweifelsohne die Konsulin mit der größten konsularischen Erfahrung, sagte Burgstaller. Hinsichtlich ihres eigenen Konsulates sei sie äußert aktiv und habe beste Kontakte zur Botschaft und zum finnischen Außenministerium. Sie veranstalte laufend Aktivitäten für "ihre" Finnen und kümmere sich persönlich um jeden Neuankömmling in Salzburg. Als Doyenne sei Cappelen extrem pflichtbewusst und gewissenhaft. Für alle Anliegen der Mitglieder des Korps habe sie ein offenes Ohr.

Auch für andere Nationen interessiere sich Cappelen. Sie finanziere zum Beispiel ausländischen Studentinnen und Student das Studium in Salzburg, so Burgstaller weiter. Gegenüber dem Konsularischen Korps erwies sie sich immer als großzügige Leiterin. Ihr Netzwerk ermöglichte dem Konsularischen Korps spannende Kontakte und Vorträge. 2001 erhielt sie den Finnischen Löwenorden Ritter I. Klasse.

Konsulat als Netzwerk
Ein Konsulat ist nicht nur Anlaufstelle und Informationsstelle für die Bürger aus den Entsendestaaten, sondern auch immer mehr ein soziales, kulturelles und vor allem auch wirtschaftliches Netzwerk. Mit 1. Jänner 2007 wurde die Europäische Union um zwei Länder, nämlich Bulgarien und Rumänien erweitert. Besonders positiv sei, dass sowohl Bulgarien als auch Rumänien bereits konsularische Vertretungen in Salzburg haben: Das rumänische Konsulat wurde 1998 errichtet. Konsul ist Mag. Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann. Das bulgarische Konsulat wurde 2001 errichtet. Konsul ist Architekt Baurat h. c. Dipl.-Ing. Erio K. Hofmann. Vor allem im Jahr 2007 werden die Themen EU-Erweiterung, neue Nachbarschaften, EU-Verfassung, Migration aber auch Energie wichtige EU-Schwerpunkte sein, betonte die Landeshauptfrau abschließend.
 
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