Jenbacher Blockheizkraftwerk zur CO2-Düngung nach Nordamerika  

erstellt am
26. 01. 07

Jenbach (ge energy) - Ein kommerzielles Groß-Gewächshaus für Tomaten in Ontario, Kanada, installiert das erste Jenbacher Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Düngung mit CO2 in Nordamerika. Das in den Abgasen des Gasmotors enthaltene Kohlenstoffdioxid soll dabei zur Düngung verwendet werden. Auf diese Weise gewinnt die neue Anlage nicht nur Energie, sondern kurbelt gleichzeitig die Tomatenproduktion an und beschleunigt die Ernte. Soave Hydroponics, ein Geschäftsbereich der Soave Enterprises mit Hauptsitz in Detroit, Michigan, installiert das BHKW in ihrer mehr als 200.000 m2 großen Gewächshausanlage Kingsville. Der Standort des BHKW liegt in der Region Leamington an der Nordküste des Erie-Sees, rund 350 km westlich von Toronto. Die Installationsarbeiten sollen im Mai 2007 beginnen und mit Dezember 2007 beendet sein. Das Projekt wird im Rahmen einer öffentlichen Energie-Ausschreibung in Ontario realisiert, die die Einspeisung einer zusätzlichen Leistung von 1.000 MW aus BHKW-Anlagen in das regionale Stromnetz zum Ziel hat. In Summe hat die Ontario Power Authority kürzlich sieben BHKW-Projekte genehmigt, um die Energieversorgung in der Region zu diversifizieren.

Das BHKW-System von GE umfasst vier Jenbacher JMS 620 Gasmotoren - das größte Modell mit 3 MW Leistung - und darüber hinaus Systeme zur Wärmerückgewinnung und Abgasnachbehandlung sowie zur Lärmminderung und Systemkontrolle. Die Technologie für diese Anwendung wurde im weltweiten Jenbacher Center of Excellence für CO2-Düngung in den Niederlanden entwickelt. CO2 ist eine Schlüsselkomponente für den Prozess der Photosynthese. Das durch spezielle Katalysatoren gereinigte Gas wird dazu verwendet, die Gewächshaus-Luft mit CO2 für die Tomatenpflanzen von Soave Hydroponics anzureichern. Die Stromproduktion der Anlage im Volumen von 12 MW wird im Rahmen eines 20-jährigen Rahmenvertrags vor allem in das Netz der Ontario Power Authority eingespeist. Laut Soave Hydroponics können rund 12.000 Haushalte in der Region damit versorgt werden. Die erzeugte Wärme schließlich wird in Heißwasser-Tanks gespeichert und für die Heizung des Gewächshauses eingesetzt. In Summe kann Soave Hydroponics damit ihre Energiekosten bei gleich bleibender Produktion signifikant senken und sichert sich damit einen entsprechenden Wettbewerbsvorteil in der Tomatenindustrie.

"Als unser erstes BHKW mit CO2-Düngung in Nordamerika ist dieses Projekt besonders wichtig für GE Energy", betonte Prady Iyyanki, CEO der Jenbacher Gasmotorensparte von GE Energy. "In den Niederlanden, wo auch unser Center of Excellence für diese Anwendung liegt, wird diese Technologie bereits seit längerem angewendet. Für unsere Kunden in Nordamerika ist die Anlage von Soave Hydroponics ein wichtiges Referenzprojekt."

Über Jenbacher Gasmotoren Die Jenbacher Gasmotorensparte von GE Energy mit Sitz im österreichischen Jenbach zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Gasmotoren, Gen-Sets und Blockheizkraftwerken. Die in Jenbach erzeugten Motoren können sowohl mit Erdgas als auch mit verschiedenen Bio- und Sondergasen aus Landwirtschaft, Bergbau, Industrie oder Abfallwirtschaft betrieben werden.

Über GE Energy
GE Energy zählt mit einem Umsatz von 16,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2005 zu den weltweit führenden Anbietern von Energieerzeugungs- und -verteilungstechnologien. Das Unternehmen mit Sitz in Atlanta, Georgia, ist in allen Bereichen der Energiewirtschaft tätig: Kohle, Öl und Erdgas dienen dabei ebenso als Energiequellen wie die erneuerbaren Energieträger Wasser, Wind, Sonne und Biogas. Und auch andere Alternativtreibstoffe werden genützt. Zahlreiche Produkte von GE Energy erhielten bereits die Zertifizierung durch Ecomagination, eine unternehmensweite Initiative von GE, die die Vermarktung neuer Technologien fördert und damit Kunden in der Bewältigung wichtiger, ökologischer Herausforderungen unterstützt.
 
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