NÖ beschloss Beitritt zum Global Marshall Plan  

erstellt am
26. 01. 07

Plank: Globales Wirtschaften braucht faire Regeln
St. Pölten (nlk) - „Niederösterreich bekennt sich zu den Zielen des Global Marshall Plans und wird diese auch Schritt für Schritt konsequent umsetzen“, betont dazu Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Der erste Schritt dazu erfolgte am 25.01. im Rahmen der Landtagssitzung mit der Beschlussfassung zum Beitritt zum Global Marshall Plan.

Die Vision des Global Marshall Planes lautet: weltweit mehr Gerechtigkeit, Friede und nachhaltige Entwicklung. Europa wird immer mehr mit Auswirkungen einer ungerechten Form der Globalisierung konfrontiert. Die Initiative „Global Marshall Plan - für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft“ zielt auf die Schaffung eines ökosozialen Ordnungsrahmens für eine globalisierte Wirtschaft ab und stellt damit auch für das Land Niederösterreich, im Rahmen seiner bisherigen Strategien zur „Nachhaltigen Landesentwicklung“, eine wichtige inhaltliche Ergänzung und überregionale Grundlage für eine Positionierung zur Globalisierung dar.

Die fortschreitende Globalisierung bietet auch Chancen für Niederösterreich. Sie muss jedoch unter Rahmenbedingungen erfolgen, die nicht auf Kosten des Mittelstandes, der Bauern, der Arbeitnehmer, des Gemeinwohles und der Umwelt gehen. Eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch ist zur Sicherung des Wohlstandes notwendig. Durch eine breite Unterstützung des Global Marshall Planes besteht die Chance auf eine Durchsetzung ökologischer, sozialer und demokratiepolitischer Standards auch in einer globalisierten Welt. Daher wird auch die Bundesregierung aufgefordert, diese Initiative aktiv zu unterstützen.

„Wir wollen die Ideen des Global Marshall Planes nicht nur aktiv unterstützen, sondern auch konkrete Maßnahmen setzen. Gemeinsam mit dem Ökosozialen Forum und den jeweiligen Bundesstellen entwickelt Niederösterreich derzeit ein mehrjähriges Entwicklungshilfeprojekt in Afrika, mit dem wir aufzeigen möchten, wie darin auch die Ideen des Global Marshall Planes verwirklicht werden können“, so Plank.
 
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