"Eurofighter"-Untersuchungsausschuss  

erstellt am
25. 01. 07

 Kräuter: Ergebnisse entscheidend in Eurofighter-Causa
Wien (sk) - Die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses werden sicher entscheidend sein, wie mit den Eurofightern weiter verfahren wird, betonte der SPÖ-Fraktionsführer im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Günter Kräuter, am 25.01.. Er hält einen "Verhandlungsmarathon zwischen der Republik Österreich und EADS" bis zum Jahresende 2007 für durchaus realistisch. Kräuter: "Ich kann Verteidigungsminister Norbert Darabos bei seiner großen Aufgabe volle Unterstützung zusichern. Wenn im Frühjahr erste Eurofighter-Jets eintrudeln sollten, wird mit größter Sorgfalt zu prüfen sein, ob die Lieferung überhaupt den Vertragsbedingungen entspricht."

Es bleibe dabei, dass die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses natürlich eine Grundlage von Entscheidungen und Verhandlungen rund um die Eurofighter sein werden. Erst nach Vorliegen der Ergebnisse des Untersuchungsausschusses, der sachverständigen Feststellung der objektiven Ausstiegskosten und von Alternativen der Luftraumüberwachung könne und werde die Republik Österreich Verhandlungen mit EADS endgültig finalisieren, so Kräuter abschließend.

 

 Kogler: Darabos soll nicht öffentlich über Minivarianten spekulieren!
Grüne: Ergebnisse des Untersuchungsausschusses nicht präjudizieren
Wien (grüne) - "Die heute in einem Zeitungsinterview von Verteidigungsminister Darabos geäußerten Ideen hinsichtlich Vertragsausstieg beim Eurofighter stellen ein weiteres Einschwenken der SPÖ auf ÖVP-Linie her. Von der Vorwahlposition, den Kauf komplett abzulehnen, ist nicht mehr viel übrig", so Werner Kogler, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss. Kogler fordert Darabos auf, die Zusammenarbeit mit dem Untersuchungsschuss zu suchen, um eine kräftigere Verhandlungsbasis zu haben. "Darabos sollte sich über die bisherigen Ergebnisse des Untersuchungsausschusses informieren, etwa über die enorme Einsparung an Betriebskosten durch einen Verzicht auf Eurofighter. Das würde die Interessen der Bürger besser vertreten, als öffentlich über Minivarianten zu spekulieren", so Kogler.

Anm.d.ÖJ-Red: Das Interview ist in den "Oberösterreichische Nachrichten" erschienen.

 

 Darmann: "Krause Pläne von Darabos mit immensen Kosten verbunden"
"18 Abfangjäger sind gerade noch zu vertretende Untergrenze, um glaubwürdige Luftraumüberwachung sicher zu stellen"
Wien (bzö) - "Die krausen Pläne von Verteidigungsminister Darabos sind mit immensen Kosten verbunden und machen eine ausreichende Luftraumüberwachung nahezu unmöglich. So geben wir die Republik der Lächerlichkeit Preis und schädigen das Image Österreichs in der Welt nachhaltig", meinte BZÖ-Abgeordneter Mag. Gernot Darmann am Rande des Eurofighter-Untersuchungsausschusses zur Hoffnung des Ministers, eine Reduktion der Stückzahl der Eurofighter von 18 auf 13 zu erreichen. "Entgegen seiner Verantwortung als Minister für Landesverteidigung gefährdet Darabos nur aus politischem Kalkül die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung", so Darmann weiter.

"18 Abfangjäger sind die gerade noch zu vertretende Untergrenze an Flugzeugen, um eine glaubwürdige Luftraumüberwachung sicher zu stellen. Überdies hat Österreich einen rechtsgültigen Vertrag und würde sich bei einer solchen "Stückzahlreduzierung a la Darabos" international der Lächerlichkeit preisgeben. Hier steht die Reputation der Republik auf dem Spiel", betonte Darmann.

"Bei 13 Stück müßte Österreich in Ländern, die den Eurofighter betreiben, Flugstunden zukaufen, um den Piloten die Übungsflüge zu ermöglichen. Mit dieser geringen Stückzahl müßten die Flugzeuge viel intensiver zur Luftraumüberwachung herangezogen werden", erklärte Darmann abschließend.
 

Wir übernehmen hier Stellungnahmen aller im Parlament
vertretenen Parteien – sofern vorhanden! Die Redaktion

 
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