Neue Strukturen im Burgenland Tourismus  

erstellt am
05. 02. 07

Mit Optimaler Vernetzung und Vermarktung zu 3 Millionen Nächtigungen
Eisenstadt (blms) - Vor kurzem wurden die Tourismuszahlen für das Jahr 2006 veröffentlicht. Das Burgenland konnte bei den Nächtigungen zwar einen Zuwachs verbuchen, für den Präsidenten des Burgenland Tourismus, Landeshauptmann Hans Niessl, ist dies aber kein Grund in Jubel auszubrechen: "Wenn man sich diese Zahlen genauer anschaut, wird ersichtlich, dass dieser Zuwachs von den Leitprojekten, wie der Therme Lutzmannsburg, kommt, die wir in den letzten Jahren mit Hilfe der Ziel 1-Gelder realisiert haben. Im Mittelbau dagegen verlieren wir massiv an Nächtigungen, vor allem dort, wo es bis jetzt kein touristisches Leitprojekt gibt, wie in der Region Neusiedlersee. In der Region Neusiedlersee hatten wir nämlich im vergangenen Jahr bei den Nächtigungen ein Minus von 4,6 Prozent zu verzeichnen."

Niessl will diesem Problem mit strafferen Strukturen im Burgenland Tourismus zu Leibe rücken. Daher wird der Tourismus zur Chefsache gemacht. An der Spitze steht der Burgenland Tourismus, der das vorhandene Angebot bewirbt, dann die Regionalverbände, die ihre Produkte herausarbeiten und pflegen sowie die kleineren Verbände und die Tourismusbetriebe: "Ich sehe in der Seewinkeltherme ein ganz wichtiges Zukunftsprojekt. Jetzt geht es aber auch darum, dass der Mittelbau gestärkt wird. Eine vordringliche Aufgabe ist daher, dass es für den Mittelbau neue Förderungen gibt und dass die vorhandenen Förderprogramme koordiniert bzw. effizient genutzt werden."

Um diesen Nutzen aus den geplanten Investitionen zu gewährleisten soll die Vermarktung verbessert und die Vernetzung des Tourismusangebots der einzelnen Gemeinden optimiert werden. "Wir werden das Tourismusgesetz deshalb dahingehend ändern, dass die Gemeinden aufgewertet und durch insgesamt drei Vertreter im Vorstand des 'Burgenland Tourismus' verankert sind", so der Landeshauptmann.

Tatsache ist auch, dass nach Auslaufen der zweiten Ziel 1-Periode statt bisher 110 Millionen Euro im Phasing Out für 2007 bis 2013 insgesamt nur mehr 97 Millionen Euro für den Tourismus vorgesehen sind. Faktum ist aber auch, dass 86 Prozent des Gesamtbudgets des Burgenland Tourismus durch einen Landeszuschuss bedeckt werden. Um diese finanziellen Mittel für Investitions- und Vermarktungsprojekte, wie die Fußballeuropameisterschaft 2008 oder das Haydnjahr 2009 noch effektiver einsetzen zu können, wird mit Helmut Bieler der Finanzreferent der Burgenländischen Landesregierung in verstärktem Maß in die Aktivitäten des Burgenland Tourismus eingebunden und daher die Funktion des Vizepräsidenten übernehmen.

"Mit diesem Team im Vorstand des Burgenland Tourismus ist eine engere Vernetzung zwischen Tourismusbetrieben, Land, Gemeinden und Tourismusverwaltung gewährleistet. Damit können in der Vermarktung Synergien genutzt werden. Damit werden die Gemeinden aufgewertet, und die Tourismusbetriebe können mehr denn je mit einer Stimme auftreten, denn nur gemeinsam können wir im Wettbewerb mit anderen Destinationen bestehen und nur gemeinsam können wir unsere Ziele im Tourismus, vor allem 3 Millionen Nächtigungen bis zum Jahr 2013, erreichen. Mit den vorgesehenen Änderungen im Tourismusgesetz schaffen wir Strukturen, damit wir diese großen Herausforderungen der Zukunft im Tourismus erfolgreich bewältigen können", so Landeshauptmann Hans Niessl abschließend.
 
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