China ist wichtigster Handelspartner Österreichs in Asien  

erstellt am
30. 01. 07

Wirtschaftsminister Bartenstein trifft chinesischen Staatsrat HUA Jianmin
Wien (bmwa) - "China ist für die österreichische Wirtschaft durch das kontinuierliche Wirtschaftswachstum und die WTO-Mitgliedschaft Chinas zum wichtigsten Handelspartner in Asien und zum zweitwichtigsten Überseemarkt nach den USA geworden", sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein am 29.01. nach einem Arbeitsgespräch mit dem chinesischen Staatsrat HUA Jianmin in Wien. Hauptthemen des Gespräches waren die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen Österreich - China, die Beziehungen der Europäischen Union zu China sowie Fragen der multilateralen Handelsbeziehungen. Im Zusammenhang mit Chinas WTO-Mitgliedschaft betonte Bartenstein auch die Priorität für den Schutz des geistigen Eigentums.

Zu den größten Herausforderungen insbesondere für China zähle der Klimaschutz, so Bartenstein. Er sehe gerade in diesem Zusammenhang große Chancen, denn österreichische Unternehmen haben besondere Stärken bei Energieeffizienz, Umwelttechnologie und Wasserkraft. Er werde daher auch die Teilnahme Österreichs an der Umweltmesse in Peking im Juni gemeinsam mit Umweltminister Josef Pröll unterstützen.

Die Chinesischen Seen, so der Chinesische Staatsrat HUA Jianmin im Gespräch mit Bartenstein, sollen so sauber werden sollen, wie der Wolfgangssee. Um dieses Ziel zu erreichen habe er Österreich gebeten China bei der Erstellung eines "Action Plans" zu unterstützen.

Im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking und die Weltausstellung in Shanghai 2010, so Bartenstein weiter, sehe er ebenfalls gute Chancen für Österreichische Unternehmen und Investoren. Außerdem gebe es gute Marktchancen für österreichische Exporteure in den Bereichen Infrastruktur/Bauwesen, Tourismus, Hightechprodukte, Informationsindustrie, Biotechnologie und zunehmend auch bei Konsumprodukten.

Derzeit sind etwa 220 österreichische Unternehmen mit Repräsentanzen, Niederlassungen oder Joint Ventures in China vertreten, rund 50 davon produzieren in China. Von 2001 bis 2005 hat sich das bilaterale Handelsvolumen verdoppelt und erreichte im vergangenen Jahr mit 4,2 Milliarden Euro einen historischen Höchstwert. Sowohl bei den österreichischen Exporten (+9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro) als auch bei den Importen (+30 Prozent auf 3 Milliarden Euro) konnten im Jahre 2005 überdurchschnittliche Zuwächse erzielt werden. Dieser Trend setzte sich auch in den ersten 10 Monaten 2006 fort (Exporte: +4,3 Prozent auf 1 Milliarde Euro; Importe: +27,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro).

Die österreichischen Exporte werden von Maschinen, Industrieanlagen und Fahrzeugen dominiert. Die Einfuhren aus China bestehen vor allem aus Elektro-/Elektronikgeräte insbesondere Notebooks und PC-Peripheriegeräte, Bekleidung und Textilien, Spielzeug, Schuhe, Lederwaren, und Beleuchtungskörper.

Der Bestand an österreichschen Direktinvestitionen hat Ende September 2006 1,7 Milliarden Dollar erreicht. Die chinesischen Direktinvestitionen in Österreich erreichten 2005 3,7 Millionen Dollar (jeweils letztverfügbare Daten). Das derzeit laufende Projekt zur Errichtung eines chinesischen Technologieparks in Österreich, so Bartenstein, werde einen wichtigen Beitrag leisten die chinesischen Investitionen in Österreich auszuweiten.
 
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