Auch beim Feiern an die Umwelt denken  

erstellt am
30. 01. 07

Raus: Verwendung von Mehrweggeschirr trägt zur Abfallvermeidung bei / 5.300 Euro Unterstützung vom Land
Salzburg (lk) - Das Umweltressort des Landes Salzburg bemüht sich seit jeher um nachhaltige Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. "Aus dieser Überlegung heraus haben wir uns entschlossen, Veranstalter von Zeltfesten bei ihren Umweltschutzbemühungen zu unterstützen. Wird statt Wegwerf- nur mehr Mehrweggeschirr benutzt, führt das zu deutlich weniger Abfall und das schont die Umwelt", erklärte Umweltreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus am 29.01. "Ich freue mich, dass der Umweltschutzgedanke in Salzburg bereits so gut verankert ist, dass auch beim Feiern nicht auf den Schutz der Natur vergessen wird", so Raus weiter.

32.000 Zeltfest-Besucher nutzten 2006 Mehrweggeschirr
2006 wurden 28 Zeltfeste im ganzen Bundesland mit einer Summe von insgesamt 5.300 Euro gefördert. Etwa 32.000 Besucher konsumierten somit Speisen und Getränke auf normalem Geschirr und vermieden Wegwerfteller, -besteck und -gläser. In drei Gemeinden (St. Johann, Seekirchen und Seeham) konnten auch Bonuspunkte zuerkannt werden, die für die ausschließliche Verwendung von Fairtrade-Kaffee und/oder Produkten aus biologischer Landwirtschaft zuerkannt werden. Die meisten Anträge kamen von Feuerwehrverbänden, Sportorganisationen und Musikkapellen.

Flachgau und Pongau dank Geschirrmobilen Spitzenreiter
Von den geförderten Festen fanden zwölf im Flachgau, neun im Pongau, vier im Tennengau und drei Im Pinzgau statt. Die größere Anzahl im Flachgau und im Pongau ist darauf zurückzuführen, dass in diesen Regionen so genannte Geschirrmobile vorhanden sind. "Im Pongau besitzen sowohl der Abfallwirtschaftsverband als auch die Stadt Bischofshofen ein Geschirrmobil", erläuterte Othmar Raus. "Beide können von den Veranstaltern ausgeliehen werden und sind gut ausgebucht. Das heißt, dass Veranstaltungen auf Mehrweggeschirrbasis im Pongau eher die Regel als die Ausnahme sind."

Mehrweggeschirr kommt bei der Bevölkerung gut an
In Bürmoos steht seit 2005 ein Geschirrmobil des ARBÖ zur Verfügung, was sich auch in den erhöhten Förderanträgen niederschlägt. Auch die Gemeinde Hof bei Salzburg hat vor Kurzem mit Unterstützung des Landes für die örtlichen Vereine einen mobilen Geschirr- und Gläserspüler sowie Geschirr und Besteck angeschafft. "Aus Rückmeldungen wissen wir, dass das Mehrweggeschirr bei den Besuchern sehr gut ankommt. Das positive Echo bewirkt meistens, dass Geschirrmobile auch weiterhin von den Veranstaltern gebucht werden", freut sich der Umweltreferent.

Auch wenn die Anzahl der Förderungen mehr oder weniger konstant bleibt, gibt es bei Zeltfesten eine verstärkte Tendenz, Mehrweggeschirr zu verwenden, wenn die entsprechende Infrastruktur in der Region angeboten wird. Ein gegenläufiger Trend scheint sich aber leider in der Stadt Salzburg abzuzeichnen. Dem klassischen Punschhäferl beim Christkindlmarkt standen wieder größere Mengen an Einwegbechern gegenüber.
 
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