Länderübergreifende Gesundheitskooperationen  

erstellt am
15. 02. 07

LR Schantl führte in Friaul-Julisch Venetien und erstmals in Slowenien informative Gespräche mit seinen Ressortkollegen
Klagenfurt (lpd) - Die Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Versorgung zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien soll weiter ausgebaut werden. Aus diesem Grund besuchte Gesundheitsreferent LR Wolfgang Schantl in den vergangenen zwei Tagen seine Ressortkollegen in den beiden südlichen Nachbarländern. Am 13.02. traf Schantl die beiden italienischen Gesundheitslandesräte Flavio Tosi (Veneto) und Ezio Beltrame (Friaul-Julisch Venetien) mit ihren Abordnungen im Regierungssitz Palazzo Balbi in Venedig.

Bei den Arbeitsgesprächen wurden weitere grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte erörtert. Mit beiden Regionen soll es künftig verstärkte Kooperationen und eine intensivierte Zusammenarbeit im medizinisch-chirurgischen Bereich, in der Aus- und Weiterbildung und in der Notfallversorgung geben. Ausgebaut soll auch die grenzüberschreitende Patientenversorgung werden. „Wir wollen mit der Kooperation langfristig eine einheitliche und auf hohem Niveau stehende Qualität der medizinischen Versorgung erzielen“, erklärte Schantl. Know-How-Transfers im Medizin- und Pflegebereich sollen weitere Qualitätssteigerungen für die Patienten bringen und eine Effizienzsteigerung der Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erzielen. Aus diesem Grund wurde bereits Ende 2005 die internationale Fortbildungsakademie „SANICADEMIA“ gegründet. Dabei wird medizinisches Personal aus den drei Regionen abwechselnd in Triest, Venedig und Villach aus- und fortgebildet.

Dem Gespräch am Dienstag wohnte auch der slowenische Gesundheitsstaatssekretär Dorjan Marusic bei. Er konnte sich ein Bild über die Zusammenarbeit der beiden italienischen Regionen mit Kärnten machen. Eine slowenische Institution des Gesundheitswesen soll künftig in diese Kooperation mit eingebunden und Teil der internationalen Fortbildungsakademie werden.

Über eine künftige Zusammenarbeit im medizinischen Bereich zwischen Kärnten und Slowenien ging es gestern, Mittwoch. Schantl traf sich mit Marusic im Gesundheitsministerium in Laibach. Empfangen wurde er dabei vom slowenischen Gesundheitsminister Andrej Brucan. Es war dies der erste offizielle Besuch eines Kärntner Gesundheitslandesrates in Slowenien. „Der Besuch war ein voller Erfolg. Ein slowenisches Krankenhaus oder eine Institution des Gesundheitswesens wird künftig als Partner an der bestehenden Kooperation zwischen Friaul-Julisch Venetien, dem Veneto und Kärnten teilnehmen“, sagte Schantl. Im Rahmen der Gespräche wurden auch die Unterschiede in den Krankenhausfinanzierungssystemen zwischen Kärnten und Slowenien erörtert. Schantl besuchte auch das medizinische Klinikzentrum in Laibach.
 
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