OÖ: Niedrigste Februar-Arbeitslosenquote seit 25 Jahren  

erstellt am
05. 03. 07

LH Pühringer: "Ermutigender Trend - Verantwortung für sensible Bereiche auf dem Arbeitsmarkt bleibt aber aufrecht"
Linz (lk) - Mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 % verzeichnet Oberösterreich im Februar 2007 die niedrigste Arbeitslosenrate seit einem Vierteljahrhundert. "Auf ähnlich niedrigem Niveau lag die Arbeitslosigkeit zuletzt 1982, allerdings unter völlig anderen Voraussetzungen", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

"Damals drängten noch keine EU-Bürger auf den heimischen Arbeitsmarkt, die demographische Entwicklung machte noch keine Pensionsreform notwendig, und auch der Anteil der Frauen, die arbeiten wollen, war damals geringer.

Selbstverständlich sind Politik und Wirtschaft heute in der Pflicht, diese neuen Herausforderungen anzunehmen. Unser Ziel muss sein, dass jeder, der arbeiten will, auch die Möglichkeit dazu hat. Der Vergleich mit 1982 zeigt aber, dass der Weg zur Vollbeschäftigung ein ungleich schwierigerer ist, als damals.

Umso ermutigender sei es, dass sich der Arbeitsmarkt in Oberösterreich wieder in Richtung Vollbeschäftigung entwickelt. Die gute konjunkturelle Situation trägt dazu ebenso bei, wie die diversen Investitionsoffensiven des Landes. Aufgrund seiner geordneten Finanzen ist Oberösterreich in der Lage, 18 % seiner Ausgaben zu investieren und damit den konjunkturellen Aufschwung zu stützen. Zum Vergleich: Das wirtschaftlich stärkste Bundesland Deutschlands, der Freistaat Bayern, hat eine Investitionsquote von 12 %.

"Trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aber die Verantwortung der Politik für sensible Bereiche auf dem Arbeitsmarkt aufrecht", so Pühringer. "Unser besonderes Augenmerk gilt dabei jungen Menschen mit Lernschwächen, älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Menschen mit Handicaps. Ihrer muss sich die aktive Arbeitsmarktpolitik, die das Land Oberösterreich gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice betreibt, besonders annehmen. Ein entsprechender Pakt für Arbeit und Qualifizierung wird noch im März wieder geschnürt.

Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch, dass bei der Klausur der Bundesregierung in Linz das Thema Arbeit im Mittelpunkt steht. Unser Ziel muss sein, jenen, die es bei der Arbeitssuche schwerer haben, durch Höherqualifizierung Brücken in den Arbeitsmarkt zu bauen", erklärt Pühringer.
 
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