"Steuerfahndung Neu" stärkt schlagkräftige Betrugsbekämpfung in Österreich  

erstellt am
02. 03. 07

Molterer: "Effiziente Bekämpfung von internationalem Abgabenbetrug notwendig, um Steuer-Entgang zu vermeiden"
Wien (bmf) - Die Betrugsbekämpfung in Österreich wird künftig noch schlagkräftiger organisiert. Mit 01.03. nahm die "Steuerfahndung Neu" ihre Arbeit auf. "Dem internationalen Abgabenbetrug muss mit einer modernen und professionellen Betrugsbekämpfung begegnet werden. Das ist wichtig, denn der Steuer-Entgang geht zu Lasten aller", unterstrich Vizekanzler und Finanzminister Mag. Wilhelm Molterer die Bedeutung der Neu-Organisation der Steuerfahndung. Betrugsbekämpfung sei nicht mehr nur ein nationales Anliegen sondern könne nur noch in enger internationaler Zusammenarbeit erfolgreich bewältigt werden. Die grenzüberschreitende Kooperation habe sich dabei bewährt.

"Der international organisierte Abgabenbetrug und das gewerbsmäßige Schwarzunternehmertum sind eine echte Bedrohung für Österreich. Fiskal-Schäden und Wettbewerbs-Verzerrungen haben negative Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigung. Daher hat Betrugsbekämpfung oberste Priorität", so Molterer. Insgesamt werden heuer rund 150 Leute in diesem Bereich eingesetzt.

Die "Steuerfahndung Neu" wird ihren Sitz in Wien haben, Außenstellen befinden sich in fast allen Bundesländern. Insgesamt werden ab sofort neun verschiedene Organisationseinheiten unter einem Dach zusammengeführt. Das verbessere die Koordination und steigere die Effizienz. "Das ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Betrugsbekämpfung in Österreich", betonte der Vizekanzler. Dazu trage auch die Neuorganisation der Zollämter bei, die ebenfalls heute in Kraft tritt.

Die Steuerfahndung richtet sich vor allem gegen Groß-Betrügereien - etwa in grenzüberschreitenden Mehrwertsteuer-Betrugsfällen. Derzeit werden in Österreich jährlich Mehrwertsteuer-Betrugsfälle in der Höhe von 60 bis 100 Millionen Euro aufgedeckt.
 
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