Lopatka: EURO 2008 Topthema im Sportausschuss  

erstellt am
02. 03. 07

Die Vorbereitungen sind auf Schiene
Wien (bpd/sts) - 464 Tage vor der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich gemeinsam mit der Schweiz war die UEFA EURO 2008 auch im ersten Sportausschuss des Nationalrates in der neuen Legislaturperiode das bestimmenden Thema. "Es ist die größte Sport-Veranstaltung, die jemals in Österreich stattgefunden hat, daher hat die österreichische Bundesregierung im Doppelbudget 2007/2008 die entsprechenden Mittel für Sicherheitsmaßnahmen, Infrastrukturinvestitionen und nationales wie internationales Marketing vorgesehen", betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka. "Wir müssen diese einmalige Chance für Wirtschaft, Tourismus, Politik, Medien und Kultur nutzen und die Leidenschaft und Euphorie für dieses Sportereignis in die Herzen der Österreicherinnen und Österreicher bringen. Die ganze Welt blickt im Sommer 2008 nach Österreich."

Gemeinsam mit Regierungsbeauftragtem Heinz Palme von "Österreich am Ball" informierte der Sportsstaatssekretär über den "Status quo" der Vorbereitungen. Das Sicherheitskonzept sei gemeinsam mit der Schweiz aus- und dank der Zusammenarbeit der heimischen Exekutive während der WM in Deutschland 2006 bestens vorbereitet. Darüber wolle man allem die "positive Fankultur fördern", so Lopatka. Gemeinsam mit "FAIR PLAY - Viele Farben, ein Spiel", einer Initiative des Wiener Instituts für Entwicklungsfragen und -Zusammenarbeit laufen Kooperationen an, "um die Fans aus den einzelnen Teilnehmerländern bereits bei ihrer Ankunft von Fan-Beauftragten der jeweiligen Länder abzuholen und diese zu begleiten. Und wir wollen diese positive Fankultur nachhaltig für den österreichischen Fußball nutzen und diese Arbeit mit den Fans und den Klubs fördern."

Neben der Gewährleistung der Öffentlichen Sicherheit sei die Bereitstellung der Infrastruktur und des Verkehrs Auftrag des Bundes. Den größten Anteil der Investitionen des Bundes betreffe in diesem Zusammenhang der Stadionbau, so der Sportstaatssekretär. Schlussendlich treffe aber der Eigentümer des Stadions die Entscheidung über den Rückbau. "In Salzburg gibt es bereits Stimmen, die keinen Rückbau wollen, auch in Klagenfurt wird über eine nachhaltige Weiternutzung als multifunktionales Stadion nachgedacht."

Im Bereich Verkehr koordiniert das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Vorbereitungsaktivitäten mit der Schweiz und den Austragungsstädten, um die zu erwartenden Verkehrsströme bewältigen zu können und möglichst viele Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Turnier zu bringen, berichtete der Sportstaatssekretär. Neben dem Nachhaltigkeits-Aspekten wird vor allem auch eine einfache, effiziente und daher auch unter sicherheitstechnischen Aspekten kostengünstige Verkehrsabwicklung angestrebt. Als wichtigste Maßnahme hierfür wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Realisierung des Kombitickets nach Schweizer Vorbild angesehen. Ebenso laufen die internationalen wie nationalen
Aktivitäten im Bereich Tourismuswerbung laufen auf Hochtouren.

Das gerade am heutigen Start des Ticketverkauf viel nachgefragte Ticketing betreffe hingegen zu 100 Prozent die Turnierorganisation. Auch was "Public Viewing"-Möglichkeiten betreffe sei zu betonen, so der Sportstaatssekretär, "Österreich ist nicht der Veranstalter der EURO 2008, sondern die UEFA, die auch die Rechte hat."

Zweites wichtiges Anliegen war dem Sportstaatssekretär die Aufwertung des Sports in Österreichs Schulen. In diesem Zusammenhang strebt er eine Aufwertung von BSO-Projekten an, "mit dem Ziel, mehr Bewegung in die Schulen zu bringen. Gerade dort wo die Nachmittagsbetreuung entsprechend dem Regierungsprogramm ausgeweitet wird, will ich das Geld für bewegungsorientierte Gesundheitsangebote konzentrieren." Seitens des Sportstaatssekretariates werde daher in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Schulen in den nächsten Jahren verstärkt. "Die heute geförderten Pilotprojekte sollen morgen zum Regelfall werden." Die Bundessportorganisation habe bereits die Unterstützung der Dachverbände zugesagt.

Abschließend wurde vereinbart, dass sich der nächste Sportausschuss mit dem Themenschwerpunkt "Salzburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2014" befasse. "Die Bedeutung von Sport-Großveranstaltungen wie die EURO 2008 und Olympia 2014 geht über den rein wirtschaftlichen Aspekt hinaus. Wir können Österreich nachhaltig als Wirtschafts-, Tourismus-, Kultur- und Sportstandort mit hohem Standard in allen Bereichen positionieren und unser Land als sicher, innovativ, kreativ und dynamisch präsentieren."
 
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