"Spinnen – Leben am seidenen Faden"  

erstellt am
01. 03. 07

NÖ Landesmuseum präsentiert neue Sonderausstellung
St. Pölten (nlk) - „Spinnen - Leben am seidenen Faden“ heißt die neue Sonderausstellung im NÖ Landesmuseum in St. Pölten, die am Samstag, 3. März, um 16 Uhr von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav eröffnet wird. Zu dieser Schau und der parallel laufenden Präsentation neuer landeskundlicher Originalobjekte unter dem Titel „Einhorn, Bock und Biber – Tierische Geschichte(n)“ fand am 01.03. die Pressevorschau statt.

Derzeit sind etwa 86.000 Spinnenarten erforscht, deren Körpergröße von den 0,08 Millimetern einer Gallmilbe bis zu den 21 Zentimetern eines Kaiserskorpions reicht. Die bekannteste Art ist die Webspinne, von der allein in Österreich rund 1.000 Arten bekannt sind. Zu diesen faszinierenden, wenngleich häufig von Vorurteilen und Missverständnissen begleiteten Tieren liefert die Schau des Landesmuseums neben Informationen auch lebendiges „Anschauungsmaterial“ in Form von etwa 50 Spinnen und Spinnentieren, darunter auch Vogelspinnen, „Schwarze Witwen“ und zahlreiche Skorpione.

Inhaltlich reicht „Spinnen – Leben am seidenen Faden“ von den Vorfahren der Spinnen, den Trilobiten, über die Einteilung der Achtbeiner und ihre Unterscheidungsmerkmale gegenüber Insekten bis hin zu Fortpflanzungs- und Nahrungsgewohnheiten, dem Spinnengift und der Kunst des Netzbaus. Auch mit der Arachnophobie, der Furcht vor Spinnen, beschäftigt sich die Ausstellung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Vorurteile abzubauen, Interesse zu wecken und den Spinnen entsprechenden Respekt zukommen zu lassen.

Ausstellungsdauer: bis 27. Jänner 2008; für junge BesucherInnen gibt es interaktive Stationen, einen Kletterparcours und ein Spinnennetz-Zielschießen. Begleitend zur Ausstellung werden neben Spezialführungen und Dokumentarfilmen im Landesmuseum auch Spinnenfilme im St. Pöltner Cinema Paradiso geboten. In einer eigenen Nachtschiene sind dabei Streifen aus über fünf Jahrzehnten, von „Tarantula“ aus dem Jahr 1955 bis „Spider Man 3“, zu sehen; das Landesmuseums-Ticket führt zu verbilligtem Kinoeintritt. Kinder können jeweils an Nachmittagen „Biene Maja - Ihre schönsten Abenteuer“ oder „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“ u. a. sehen.

Parallel zu dieser naturkundlichen Schau zeigt das Landesmuseum im Landeskunderaum bis 11. November auch neue kostbare Originalobjekte aus niederösterreichischen Museen und Sammlungen, etwa dem Stadtarchiv Krems, dem Stift Klosterneuburg oder dem Jagdmuseum Marchegg. Im Zentrum von „Einhorn, Bock und Biber – Tierische Geschichte(n)“ stehen die kulturgeschichtliche Bedeutung und Darstellung von Tieren und Fabeltieren, vom Einhorn als Symbol der Reinheit bis zum Schwein, das häufig zur Verunglimpfung anderer Religionen und Kulturen diente.

Informationen: http://www.landesmuseum.net
 
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