Österreich stärkt internationale Friedenssicherung  

erstellt am
27. 02. 07

Dramatische Flüchtlingssituation - rund eine Million irakische Flüchtlinge in Syrien
Wien (bmlv) - Verteidigungsminister Norbert Darabos zieht eine positive Bilanz seiner ersten Auslandsreise, die ihn anlässlich der Kommandoübergabe der UN-Mission am Golan nach Syrien führte. "Ich bin beeindruckt von den Leistungen unserer Soldaten in Syrien. Sie leisten einen gefährlichen Einsatz fern der Heimat für Frieden und Stabilität. Damit geben sie den Menschen in der Region Hoffnung auf ein besseres Leben. Der Friedenseinsatz unserer Soldaten ist nicht hoch genug einzuschätzen", so Darabos. Dieses Engagement sei der Grund für die hohe Reputation Österreichs in der Region. "Österreich könnte daher in der Tradition Bruno Kreiskys eine stärkere Vermittlungsrolle zwischen Israel und Syrien einnehmen, als dies in den vergangenen Jahren geschehen ist. Ich werde mich innerhalb der Regierung dafür stark machen."

Insgesamt wird Darabos einen besonderen Fokus auf internationale Friedenseinsätze legen. Bis zum Jahr 2010 sollen 3.000 österreichische Soldatinnen und Soldaten speziell für Auslandseinsätze ausgebildet sein. "In den laufenden Budgetverhandlungen werde ich mich um die Finanzierung dieses Vorhabens bemühen", sagt Darabos. Derzeit sind rund 1.300 österreichische Soldatinnen und Soldaten weltweit in Peacekeeping Missionen im Einsatz.

Zum Abschluß des Syrien-Aufenthaltes stattete Darabos am Samstag dem syrischen Verteidigungsminister Hassan Turkmani einen Höflichkeitsbesuch in Damaskus ab. Die beiden Minister sprachen über den Golan, die Situation im Libanon sowie die dramatische Flüchtlingssituation in Syrien. Derzeit befinden sich rund eine Million irakische Flüchtlinge im 20-Millionen-Einwohner-Land Syrien. Darabos: "Die Situation der Flüchtlinge verschlechtert sich zusehends. Darüber hinaus ist mit einem weiteren Anwachsen des Flüchtlingsdrucks auch außerhalb der Region, insbesondere auf die Europäische Union zu rechnen. Es ist daher höchst an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft Syrien in der Flüchtlingsbetreuung stärker unterstützt."
 
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