Tag(e) des Wassers im Nationalpark Hohe Tauern   

erstellt am
19. 03. 07

Eberle: Umweltbildung ist unsere Aufgabe und unsere Stärke
Salzburg (lk) - Die Vereinten Nationen haben den 22. März weltweit zum "Tag des Wassers" erklärt. Am Thema Wasser kann und will auch der größte Nationalpark im Alpenraum, dem "Wasserschloss Europas" nicht vorbei, so die Vorsitzende des Nationalparkrates und Salzburger Nationalparkreferentin Landesrätin Doraja Eberle am 19. 03. Fast könnte man behaupten, im Nationalpark sei jeder Tag ein Tag des Wassers – und das mit Fug und Recht:

  • 342 Gletscher bedecken eine Fläche von 130 km²,
  • 279 Bäche aus dem Nationalpark speisen Salzach, Möll, Drau und Mur,
  • 57 dieser Bäche sind Gletscherbäche,
  • 26 bedeutende und bekannte Wasserfälle beeindrucken Millionen Besucher/innen,
  • 551 Bergseen zwischen 35 m² und 270.000 m² bilden das oberirdische Wasserreservoir.

Der Nationalpark Hohe Tauern ist aber nicht nur Garant für die Erhaltung dieser Naturschätze. Ein ganz besonderes Anliegen ist, als Umweltbildungseinrichtung ersten Ranges auch zur Bewusstseinsbildung im Umgang mit dem "Lebensmittel Nummer 1 – Wasser" beizutragen. So sind ganz besonders rund um den Tag des Wassers die Nationalparkranger in den Schulen der Nationalparkregion und darüber hinaus unterwegs, um schon die ganz jungen Menschen für das Thema Wasser zu sensibilisieren. Diese Menschen werden in spätestens zehn Jahren mitentscheiden können, wie lebenswert es auf unserer Erde ist, erinnert Eberle an die nachhaltige Bedeutung der Umweltbildung.

Mit wesentlicher Unterstützung des Unternehmens Swarovski wurde im Nationalpark Hohe Tauern vor sieben Jahren das Projekt "Wasserschule" gestartet – ein Erfolgsprojekt, welches mittlerweile auch in einen indischen Nationalpark "exportiert" werden soll. In den sieben Jahren haben 962 Klassen mit insgesamt 19.179 Schüler/innen die "Wasserschule" besucht, allein in der Salzburger Nationalparkregion waren es 364 Klassen und 7.907 Schüler/innen. In diesem Schuljahr läuft die Wasserschule aus und wird mit dem Schuljahr 2007/2008 in eine Klimaschule weiter entwickelt. Auf das Wasser wird aber auch dort nicht vergessen, die wesentlichen Inhalte bleiben erhalten und werden um den heute ebenso aktuellen Umweltaspekt "Klima" ergänzt, kündigte Eberle an.

Darüber hinaus widmen sich auch die Nationalparkbildungshäuser Bios in Mallnitz, Haus des Wassers in St. Jakob i.D. und ab Sommer 2007 das Nationalparkzentrum in Mittersill diesen aktuellen Umweltthemen. In Mittersill werden die Besucher/innen in der größten "Alpinen Erlebniswelt" Europas einen Bergbach "von unten" erleben, sich im Lawinen- und Wasserfalldom den Gewalten des Elements Wasser aussetzen und in der Gletscherwelt die inhaltliche Verbindung zum Thema Klimawandel herstellen können. Auch ein ScienceCenter wird im Nationalparkzentrum in Mittersill zur Verfügung stehen, das jungen und jung gebliebenen Nationalparkdetektiven, vor allem natürlich den vielen Schulen der Nationalparkregion und ganz Österreichs die Welt des Nationalparks auf spannende Art und Weise erforschen lässt. Wasser, Wetter und Klima dürfen auch hier nicht fehlen.

 
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