Weiterer Schritt zu atomarem Datenspeicher für Computer  

erstellt am
14. 03. 07

Jülich (universität) - Mit welchen Effekten lässt sich die Speicherdichte um den Faktor 1000 gegenüber heutigen Arbeitsspeichern in Computern steigern? Die Forschung zu dieser Frage brachte eine Jülicher Arbeitsgruppe nun auf das Titelblatt der Märzausgabe der Fachzeitschrift physica status solidi (RRL 1, No. 2, 2007). Prof. Kristof Szot und sein Team untersuchten den sich ändernden elektrischen Widerstand einer dünnen Schicht der Keramik Strontiumtitanat mit der leitenden Spitze eines Rasterkraftmikroskops. Sie konnten zeigen, dass 10 Nanometer lange und 2 bis 4 Nanometer dicke Strukturen, die sogenannten Filamente, für die Widerstandsänderung von mehreren Größenordnungen verantwortlich sind. Zwischen dem leitenden und dem nicht-leitenden Zustand kann geschaltet werden, wenn über das Rasterkraftmikroskop überschüssige Ladungen auf die Filamente der Keramik gegeben oder abgezogen werden. Diese Eigenschaft könnte in Zukunft als Grundprinzip für schnelle, kompakte und nicht-flüchtige Arbeitsspeicher in Computern genutzt werden. Anlässlich einer vorangegangen Veröffentlichung in der Fachzeitschrift nature materials wurde Szots Arbeit ein „verlockend-spannendes Konzept“ und eine „aufregende Grundlage für eine mögliche neue Speichertechnologie“ genannt.

Weblink zur Fachzeitschrift physica status solidi
 
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