Donaufisch kommt frisch auf den Tisch  

erstellt am
13. 03. 07

Zeiselmauer (nöwpd) - Eine bemerkenswerte Initiative, die den Tagestourismus und die regionale Gastronomie ankurbeln soll, an das Ernährungsverhalten appelliert und sogar mithelfen kann, in ihrem Bestand gefährdete Fischarten in den Weltmeeren zu schonen, starten in Kürze gehobene Restaurants und Wirtshäuser entlang der Donau: Vom 21. bis 30. März servieren die Gastronomiebetriebe unter dem Motto "Donau.Fisch.Wein" kulinarische Fischspezialitäten aus dem Strom - so z.B. Huchen, Wels, Hecht oder Schleie - gepaart mit den besten Weinen, die entlang der Donau gekeltert werden und geschmacklich ideal zu den jeweiligen Fischspeisen passen.

"Mit unserer Aktion wollen wir ein mehrfaches Zeichen setzen: Erstens ist der Verzehr von Fisch sehr gesund, weil das Fleisch hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren enthält. In der Vergangenheit waren die Süßwasserfische ja ein Grundnahrungsmittel für die Bewohner an der Donau. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Ernährungsverhalten grundlegend geändert. Jetzt aber spüren wir - wohl auch wegen der Diskussion um Cholesterin und Übergewicht - wieder eine Renaissance der Fischgerichte", teilt Norbert Payr vom Gasthof "Zum Lustigen Bauern" in Zeiselmauer und einer der Initiatoren von "Donau.Fisch.Wein" mit.

Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst hebt er aber noch einen weiteren Aspekt hervor: Wer Fisch aus heimischen Gewässern konsumiert, beugt dem drohenden Artenschwund in den Weltmeeren vor. So sind z.B. Scholle, Seezunge, Rotbarsch oder Kabeljau im Atlantik durch die rücksichtslose Überfischung bereits in ihrem Bestand bedroht. "Dazu kommen noch die umweltbelastenden Transportkilometer. Donaufisch hingegen kommt immer frisch auf den Tisch", stellt Norbert Payr pointiert fest.
 
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