"Mini-Jetlag" durch Zeitumstellung  

erstellt am
23. 03. 07

Kann zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitseinbußen im Straßenverkehr führen – Körper braucht einige Tage Zeit, sich an neuen Schlaf-Wach-Rhythmus zu gewöhnen
Wien (öamtc) - In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. März, werden die Uhren eine Stunde nach vor gestellt – es beginnt die Sommerzeit. Im Straßenverkehr sollte man in den ersten Tagen besonders vorsichtig unterwegs sein. "Die Zeitumstellung ist vergleichbar mit einem 'Mini-Jetlag' und kann zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitseinbußen im Straßenverkehr führen", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Durch die Zeitumstellung gerät die innere Uhr vorübergehend durcheinander. Der Körper braucht mitunter einige Tage, um sich auf den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus einzustellen. Dazu kommt, dass der Körper im Frühjahr mit den wärmeren, mitunter noch stark schwankenden Temperaturen zurechtkommen muss. Viele Menschen fühlen sich müde und schlapp und haben mit Leistungsschwäche und Kreislaufbeschwerden zu kämpfen. Die Autofahrer reagieren langsamer. Es fällt oft schwer, die volle Aufmerksamkeit für das Straßenverkehrsgeschehen aufzubringen. "Ein kurzer Augenblick der Unaufmerksamkeit bedeutet bei Tempo 50 einen um ca. 14 Meter längeren Reaktionsweg. Das sind mehr als drei Wagenlängen", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Das rät der Club den Autofahrern zur Zeitumstellung

  • Obwohl man eine Stunde Schlaf weniger zur Verfügung hat, 15 Minuten früher als gewohnt aufstehen. Durch die verlängerte Aufwachphase sitzt man frischer hinterm Steuer.
  • Frühstücken, um neue Energie zu tanken. "Bewegung hilft zusätzlich, den Kreislauf anzukurbeln", rät die Club-Expertin.
  • Für Termine am Morgen größere Zeitpolster einplanen. Stress und Zeitdruck vermeiden.
  • Auf optimale Sichtbarkeit in den Morgenstunden achten. Es ist eine Stunde länger dunkel.
  • Wenn der Körper noch nicht richtig mitspielt, sollte man die Woche ruhiger angehen. Lange Autofahrten verschieben oder mehr Pausen einlegen.
  • Wenn man dauernd gähnt, die Gedanken ständig "abschweifen" und man Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, sollte man wenn möglich das Auto stehen lassen.
  • Bei Einschlafschwierigkeiten sollte man trotzdem auf Beruhigungs- und Schlaftabletten verzichten. "In wenigen Tagen hat der Körper die Zeitumstellung verkraftet", sagt Donosa.

"Am wichtigsten ist, auf den Körper zu hören und ihm die Zeit zu geben, die er braucht, um sich an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen", empfiehlt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin abschließend.

 
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