Österreichische Topqualität für den asiatischen Markt  

erstellt am
02. 04. 07

Pröll in Südkorea: Schwerpunkte Umwelttechnologieexport und Weinpräsentation
Seoul / Wien (bmlfuw) - Bei einem Staatsbesuch in Südkorea mit einer Wirtschaftsdelegation präsentiert Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll österreichische Umwelttechnologien und Weine. Im Rahmen einer Produktpräsentation im koreanischen Umweltministerium werden österreichische Umwelttechnologie-Unternehmen ihr hervorragendes Know-how und weltweit anerkannte Systemlösungen für Umwelt- und Klimaschutz anbieten.
Bei einem Consumer Tasting sowie einem Sommeliertasting werden darüber hinaus österreichische Weine von einem neuen Importeur vorgestellt. Österreich soll als Weinland positioniert und die Besonderheiten des österreichischen Weines dargestellt werden.

Im Rahmen der Exportoffensive von Lebensministerium und Wirtschaftskammer Österreich werden österreichische Umwelttechnologie-Unternehmer nun auch im asiatischen Raum beim Marktantritt unterstützt. Österreichische Umwelttechnologien und Umweltlösungskonzepte tragen im Klimaschutz und in der Luftreinhaltung, bei der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und in der Abfallwirtschaft zur Verbesserung der Umweltsituation und zur Nachrüstung der Infrastrukturen auf der ganzen Welt bei, so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll.

Umwelttechnologien gehören auch in Korea zu den Technologien, durch deren Einsatz bedeutende Umwelt-, Arbeitsplatz- und Wertschöpfungseffekte erwartet werden. Die Koreanische Regierung hat zur Förderung von Umwelttechnologien von 2001 bis 2010 ganz erhebliche Mittel für das so genannte Eco-Technopia 21 Projekt veranschlagt. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2010 sieben Prozent einschließlich Wasserkraft betragen. Korea hat ein „100.000-Dächer-Programm“ ins Leben gerufen, das zunächst Kapitalzuschüsse von 70 Prozent vorsieht. Sowohl bei der Wasser- und Abwasserbehandlung, im Bereich Abfallbehandlung bei Verbrennungsanlagen für kommunale und industrielle Abfälle, bei der Luftreinhaltung und im Bereich Energieeinsparung insbesondere durch Kraft-Wärme-Koppelung können österreichische Umwelttechnologie-Anbieter mit ihrem Know-how punkten, betont Pröll weiter.

Durch eine frühe Spezialisierung hat Österreich im Bereich Umwelttechnologie eine gute Position im internationalen Wettbewerb erreicht. Mit einem Erlös von rund 4 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt liegt Österreich innerhalb der EU auf Rang zwei hinter Dänemark. Die österreichische Umwelttechnikindustrie hat in den vergangenen Jahren beachtliche Umsatzzuwächse von 7,7 Prozent pro Jahr erzielt. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes aus dem Jahr 2005 waren 2003 insgesamt 17.200 Beschäftigte – das sind 3,3 Prozent der Sachgüterindustriea – in der österreichischen Umwelttechnikindustrie tätig. Der Umsatz hat sich seit 1993 mehr als verdoppelt, so dass Österreichs Firmen 2003 Umwelttechnik im Wert von 3,78 Milliarden Euro verkaufen konnten.

Neue Absatzmöglichkeiten für agrarischen Außenhandel
Die Agrarexporte Österreichs nach Südkorea betrugen 2006 fast 38 Millionen Euro. Maßgeblichen Anteil an diesem Exporterfolg haben die österreichischen Exporteure von tiefgekühltem Schweinfleisch mit einem Volumen von 35,4 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 109 Prozent gegenüber 2005. Österreichische Agrarwaren, Lebensmittel, Getränke sowie Wein spielen bei den Exportzahlen derzeit noch keine Rolle. Hier geht es darum, neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Pröll.

Die Entwicklung des agrarischen Außenhandels Zollkapitel 1-24 ist zufrieden stellend. Im Jahr 2000 betrugen die Agrarexporte nach Südkorea 8,4 Millionen Euro, im letzten Jahr machte der agrarische Außenhandel bereits fast 38 Millionen Euro aus.

Der Export von österreichischem Wein erreichte im Jahr 2006 ein Volumen von fast 32.000 Euro nach Südkorea. Wichtigste Exportländer für Qualitätsweine aus Österreich sind Deutschland, Schweiz, USA, Skandinavien, Benelux, Großbritannien, Kanada, Russland und Japan. Am Ausbau des Exports in diese Märkte wird auch in Zukunft verstärkt gearbeitet werden. Der asiatische Raum ist ebenfalls für den österreichischen Weinmarkt interessant, wobei jedoch aus der Sicht eines kleinen Weinbaulandes wie Österreich die notwendigen Mittel für eine groß angelegte Exportoffensive nicht zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich ist die Republik Korea ein relativ großer und aufnahmefähiger Markt für alkoholische Getränke. Das Trinken wird als ein wichtiger Teil der Gesellschaft gesehen. Aber für die meisten Koreaner ist der Wein mit weniger als 1 Prozent Weinkonsum pro Person ein noch immer relativ neues Produkt, wobei der Weinkonsum aber einen stetig ansteigenden Trend anzeigt. Getrunken wird der Wein zu Hause und vor allem zu besonderen Anlässen (Neujahr oder Chusok = koreanisches Erntedankfest), auch wenn sich langsam ein Trend feststellen lässt, Wein auch abseits von besonderen Anlässen zu trinken. Bevorzugter Wein der Südkoreaner ist Rotwein. Als Herkunftsland liegt Frankreich nach wie vor an der Spitze, gefolgt von Chile, USA, Spanien, Italien und Australien. Der Verkauf von chilenischen Weinen hat in den letzten Jahren zugenommen. Gekauft wird Wein in erster Linie im Hypermarkt und im Diskontgeschäft, wobei in den meisten Fällen immer noch nach dem Preis und erst dann nach Verpackung und Geschmack gekauft wird.

Ich bin davon überzeugt, dass wir als österreichische Botschafter des guten Geschmacks Südkorea überzeugen werden. Ich bin daher zuversichtlich dass die österreichischen Exporte von Agrarwaren, Lebensmitteln und Getränken nach Südkorea in den nächsten Jahren weiter zulegen werden, so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll abschließend.
 
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