Projekt an Salzburger Schulen gegen das Rauchen  

erstellt am
27. 03. 07

Burgstaller: Der beste Nichtraucherschutz ist, erst gar nicht mit dem Rauchen zu beginnen
Salzburg (lk) - Der beste Nichtraucherschutz bestehe darin, dass junge Menschen gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen. Dieser Hebel könne am besten in den Schulen angesetzt werden, da Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung wichtige Aufgaben seien, die die Schule und das Elternhaus gemeinsam leisten sollen. Das Projekt "love your lungs" sei ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung der Jugend für die negativen Auswirkungen des Zigarettenrauchens oder des Feinstaubs auf unsere Lungen. Dies betonte Gesundheits- und Bildungsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller gemeinsam mit dem Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Salzburg, Prof. Mag. Herbert Gimpl, in einem Brief an die Salzburger Schuldirektor/innen, in dem sie für die Teilnahme an dem Projekt werben.

Dieses vom Vorstand der Universitätsklinik für Pneumologie (Lungenheilkunde), Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka, initiierte Projekt regt Lehrer/innen und Schüler/innen dazu an, etwa die Funktionsweise der Lunge oder vor allem deren Gefährdung durch Luftschadstoffe in kreativer und spielerischer Form in den Kategorien Theater (Oberstufe und Unterstufe), Film (Oberstufe), Bild/Foto (Oberstufe, Unterstufe und Grundstufe), Text/Prosa/Werbespot (Oberstufe, Unter-stufe und Grundstufe) oder Exponat (Oberstufe, Unterstufe, Grundstufe) darzustellen. In allen zwölf Unterkategorien werden je ein 1., ein 2. und ein 3. Preis in der Höhe von 800, 400 bzw. 200 Euro vergeben. Die prämierten Arbeiten werden im Oktober dieses Jahres in Salzburg bei der Eröffnung eines Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie präsentiert werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Juni bei der Universitätsklinik für Pneumologie, Müllner Hauptstraße 28, 5020 Salzburg eingereicht werden. Anfragen zu näheren Details sowie möglichen Projekten in den einzelnen Kategorien können an lunge.salzburg@salk.at gerichtet
werden.

Von Juli bis September werden die Beiträge von einer zwölf Mitglieder umfassenden Jury unter der Leitung des Direktors des Hauses der Natur, Prof. Dr. Eberhard Stüber, bewertet. Die öffentliche Überreichung der Preise werden am 4. Oktober Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller sowie prominente Sportler und Künstler vornehmen.

Bei dem Projekt steht nicht die Abschreckung im Vordergrund. Es solle vielmehr über die Lungenfunktionen aufgeklärt sowie Wissen um präventive Maßnahmen und einfache Lungentest zur Früherkennung von Schädigungen vermittelt werden. Diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper solle möglichst in spielerischer und kreativer Form erfolgen, betonten Landeshauptfrau Burgstaller und Präsident Gimpl in dem Schreiben an die Schulen. Die einzureichenden Projekte könnten in verschiedenen Unterrichtsgegenständen, wie zum Beispiel, Geografie, Physik, Bildernische Erziehung, Mathematik, Englisch Deutsch und Biologie, oder auch fächerübergreifend erarbeitet werden.

Univ.-Prof. Dr. Studnicka weist darauf hin, dass die Lungenkrankheit COPD (chronic obstructive plumonary disease) 2020 die dritthäufigste Todesursache sein wird. Die Salzburger Universitätsklinik für Pneumologie habe als erste in Europa wissenschaftliche Daten vorgelegt, die nachweisen, dass COPD bei jedem vierten Erwachsenen eine Verengung der Atemwege verursacht. Trotzdem weiß die Öffentlichkeit über die Krankheit wenig bis gar nichts. COPD ist die Folge einer langjährigen Schädigung der Lunge durch Staub, Gase oder Dämpfe. Diese Entzündung der Atemwege führt zu einer Zerstörung der Lungebläschen und zum Lungenemphysem. Langsam fortschreitende Atemnot, die bis zum Tod führen kann, ist die Folge. Hauptursache für diese Krankheit ist sicherlich, so Prof. Studnicka, das aktive Zigarettenrauchen. Aber auch andere schädliche Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel Feinstaub oder Passivrauchen in Lokalen, spielen eine Rolle. Mit einem Einfachen Lungentest kann COPD rechtzeitig erkannt werden.
 
zurück