Kärnten erhält weitere Großausstellung: Zeitgenössische Kunst 1945 bis heute  

erstellt am
06. 04. 07

Ausstellungsstart: Juni 2008 – Standorte: MMKK, Stift Ossiach, Werner Berg-Galerie, Haus der Architektur, Künstlerhaus und Stadtgalerie Klagenfurt
Klagenfurt (lpd) - Nach der erfolgreichen Ausstellung zur Klassischen Moderne "Eremiten – Kosmopoliten. Moderne Malerei in Kärnten 1900 bis 1945" erhält Kärnten an mehreren Standorten nächstes Jahr als zweiten fortführenden Teil die Präsentation "Kunst aus Kärnten – Zeitgenössische Kunst 1945 bis heute". Landeshauptmann Jörg Haider hat am 04.04. die neue Kuratorin Silvie Aigner sowie das Konzept vorgestellt. Ebenfalls an der Pressekonferenz hat Kulturabteilungsleiterin Erika Napetschnig teilgenommen. Kärntner Künstler haben auf vielen Gebieten maßgebliche Beiträge zur Moderne geleistet und tun dies weiterhin, strichen Haider und Aigner die Bedeutung der geplanten Ausstellung hervor.

Die gebürtige Wienerin sei als Kuratorin auch von der Kuratorin der "Eremiten – Kosmopoliten", Agnes Husslein, empfohlen worden. Man freue sich, dass nunmehr Kärntens Kunst in ihren vielfältigen Formen, von der Malerei über die Architektur, Fotografie und Video bis hin zu Skulpturen in einer gleichwertigen Ausstellung dargeboten werden könne, sagte Haider. Er verwies auf den großen Erfolg der "Eremiten – Kosmopoliten" und die erstmals erfolgte wissenschaftliche Aufarbeitung der Kärntner Kunst bis 1945 in einem Katalog. Auch für die geplante Ausstellung wird von Silvie Aigner ein Katalog erarbeitet, der Kärntens künstlerische und oftmals prägende Beiträge zur Kunst in umfassender Weise beinhalten wird.

Die Standorte der Ausstellung, die vom 26. Juni 2008 bis 26. Oktober 2008 dauern wird, sind das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK), das Stift Ossiach, die Werner Berg-Galerie in Bleiburg, das Künstlerhaus, die Stadtgalerie und das Haus der Architektur in Klagenfurt. In Bleiburg etwa solle der Schwerpunkt mit Werken von Werner Berg und Kiki Kogelnik gesetzt werden.

Die Kuratorin Silvie Aigner hat an der Universität Wien Kunstgeschichte studiert. Sie hat bereits an zahlreichen Ausstellungen, ob in Krems, Bratislava, Passau oder beim Bildhauersymposion im Krastal, erfolgreich mitgewirkt. Auch mit Kärntner Künstlern bzw. mit Kärntner Kunst habe sie schon bislang viel zu tun gehabt, so Aigner. Sie hob den Reichtum und die Vielfalt der Kunst aus Kärnten hervor, so seien beispielsweise auch neben den großen Künstlern wie Gironcoli, Staudacher, Schabus, Zobernig, Zechner oder Lassnig und vielen anderen auch Architekten aus Kärnten weltweit erfolgreich tätig und das von Otto Eder geprägte Bildhauerszene im Krastal sei weiter lebendig und überaus wertvoll. Napetschnig zeigte sich erfreut darüber, dass Aigner diese große Herausforderung angenommen habe und nun an den ersten Teil der Klassischen Moderne angeknüpft werden könne.
 
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