Kulturfabrik Hainburg wird am 11. Mai eröffnet  

erstellt am
07. 05. 07

3,8 Mill. Euro für Veranstaltungszentrum und Archäologie-Think-Tank
Hainbrug (nlk) - Rechtzeitig zum Start des diesjährigen Viertelfestivals NÖ – Industrieviertel unter dem Motto „grenzen.los“ wird am 11.05. in Hainburg die Kulturfabrik eröffnet; am 07.05. wurde das Projekt in Hainburg präsentiert. Die mit Kosten von 3,8 Millionen Euro revitalisierte und ausgebaute ehemalige Tabakfabrik wird zum einem ein Veranstaltungszentrum mit bis zu 500 Sitzplätzen für regionale und überregionale Aktivitäten bzw. zur Ausstellungsfläche für große internationale Wechselausstellungen mit europäischem Ruf und zum anderen ein Think-Tank für die Aufarbeitung des reichen archäologischen Erbes Niederösterreichs werden.

Die rund 2,5 Millionen Einzelexponate aus Carnuntum, der größten römischen Sammlung des Landes, die bis dato auf mehrere Standorte mit insgesamt 1.000 Quadratmeter Fläche aufgeteilt waren, werden derzeit in die Kulturfabrik übersiedelt, wo 6.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Neben der sachgemäßen Lagerung bringt dies auch Vorteile in Bezug auf die Verfügbarkeit, wissenschaftliche Auswertung, Restaurierung und Konservierung. Zudem wird ein Teil der Exponate in einer begrenzt zugänglichen öffentlichen Studiensammlung präsentiert.

Dritter wesentlicher Aspekt ist ein Impuls der Stadtentwicklung: Inklusive des öffentlichen Platzes zwischen den beiden ehemaligen Fabriken soll eine Achse vom Wiener Tor durch die Kulturfabrik bis zur Donau führen. Höhepunkte sind eine gläserne Terrasse, die eine Gourmetoase und Einblicke in den Nationalpark Donau-Auen bieten, sowie ein Glaslift zur Donaupromenade. Solcherart soll die Kulturfabrik auch zu einem Schauplatz und Treffpunkt an der Donau werden, der sich spätestens mit dem Fall der Schengen-Grenze mitten im Kernpunkt eines boomenden Wirtschaftsraumes befindet.

Das zentrale Foyer zwischen den beiden weiten Säulenhallen wird Informationsstellen des Archäologischen Parks Carnuntum, der Tourismusregion um Hainburg und des Nationalparks Donau-Auen beherbergen. Auf der Terrasse wiederum laden Videoclips zum Eintauchen in die Vielfalt des Nationalparks ein und präsentieren Aspekte der Landschaftsentwicklung von der Donauregulierung bis zur schrittweisen Rückführung in die ehemalige Dynamik. An der Wiege der Nationalpark-Idee wird auch gezeigt, wie die Landschaft rund um das 1984 verhinderte Kraftwerk heute aussehen würde.

Nach der Eröffnung gibt es am 12. Mai ein „Fest für Hainburg“ mit einem Tag der offenen Tür. Am 3. Juli wird mit „Schicksalsjahr 907 – die Schlacht bei Pressburg und das frühmittelalterliche Niederösterreich“ die erste Großausstellung eröffnet. Ab 1. Dezember zeigt eine Schau Landschaftsfotografien des 19. und 20. Jahrhunderts; für 2008 sind eine Ausstellung über die Wechselwirkung Siedlungsgeschichte – Naturraum sowie zur Geschichte der Medienkunst geplant.

Informationen: http://www.kulturfabrik-hainburg.at
 
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