Architekturvermittlung in Gemeinden verstärken  

erstellt am
03. 05. 07

35 Teilnehmer bei Informationsveranstaltung "Moderne Baukultur in unseren Gemeinden- Vision oder Notwendigkeit"
Salzburg (lk) - Eine verstärkte Architekturvermittlung in den Gemeinden verlangten mehrere Bürgermeister bei der Informationsveranstaltung "Moderne Baukultur in unseren Gemeinden – Vision oder Notwendigkeit", die kürzlich vom Fachbeirat Architektur des Salzburger Landes-Kulturbeirates in der Bauakademie Lehrbauhof Salzburg durchgeführt wurde. Weiters werden Architekturwettbewerbe zur Ideenfindung und als Auswahlverfahren für eine Bauaufgabe als geeignetes Mittel für Qualitätssicherung der Baukultur angesehen. Der Fachbeirat Architektur fordert ferner eine verstärkte Zusammenarbeit auf Gemeinde- und Bezirksebene, teilte der Vorsitzende des Fachbeirates Architektur, Arch. Dipl.-Ing. Simon Speigner am 02.05. mit.

Den Auftakt der Veranstaltung, an der 35 Interessierte teilnahmen, bildete das Impulsreferat des Wiener Universitätsprofessors Arch. Dipl.-Ing. Manfred Wolff-Plottegg, der über die gestaltungsbestimmenden Regeln des Bauens und über die von ihm aufgestellte Forderung nach einer positiven Verdeckungsbilanz sprach. Jedes Gebäude müsse für den verdeckten Landschaftsausschnitt den Betrachter doppelt entschädigen, dies durch eine besondere Qualität in der Gestaltung. Der Referent forderte, den Begriff des Geschmacks aus der Architekturdiskussion zu verbannen. Die Qualität von Architektur müsse über die Visualität hinaus anhand ihrer Funktionalität und Leistungsfähigkeiten beurteilt werden.

Nach dem Vortrag wurde in Anwesenheit von Salzburgs Stadtrat Johann Padutsch, Gemeindebundpräsident Bürgermeister Helmut Mödlhammer, Bürgermeister Dr. Emmerich Riesner, Bürgermeister Helmut Klose, Vizebürgermeister Dr. Franz Hirnsperger, LAbg. Dr. Heidi Reiter, Landeskulturbeiratsvorsitzende Univ.-Prof. Dr. Barbara Wicha, Vizepräsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg, Arch. Dipl.-Ing. Franz Seidl und Innungsmeister-Stellvertreterin Dipl.-Ing. Eva Maria Habersatter-Lindner über die Themen Raumordnung, unbefriedigende Zuständigkeiten im Bauverfahren Airportcenter (Delegierung an die Bezirksbehörde bei Gewerbebauten), mangelnde Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umlandgemeinden bzw. zwischen den Regionalverbänden bei der überörtlichen Raumplanung und interkommunale Gewerbegebiete im Land Oberösterreich diskutiert. Thomas Gruber (Mitglied des Fachbeirates Architektur) regte an, bei Großbauvorhaben im Großraum Salzburg, auch außerhalb der Stadtgrenzen, als Sachverständige den Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg einzusetzen.

Die nächste und somit 4. Informationsveranstaltung, auch Bürgermeisterfrühstück bezeichnet, findet auf Einladung von Bürgermeisterin Helga Hammerschmied in der Gemeinde Leogang statt.
 
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