Professionelle Patientinnenbetreuung nach internationalen Qualitätsmaßstäben  

erstellt am
25. 05. 07

Klinische Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Innsbrucker Universitätsklinik für Frauenheilkunde nach ISO 9001 zertifiziert
Innsbruck (universität) - Grund zum Feiern hat die Klinische Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Innsbrucker Universitätsklinik für Frauenheilkunde unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ludwig Wildt: Die Abteilung, die ihre Aufgabe darin sieht, Patientinnen mit hormonellen Problemen und unerfüllten Kinderwünschen professionell zu betreuen und Jugendliche in den Fragen der Sexualität auf ihren Weg zum Erwachsen zu betreuen, wurde erfolgreich im Rahmen von EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Dieses international anerkannte Qualitätsmangementsystem soll helfen, die Versorgung der Patientinnen nach festegelegten Standards kontinuierlich zu verbessern.

Die Klinische Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Innsbruck, wurde 2003 im Rahmen der Optimierung der gynäkologischen Versorgung an der Universitätsklinik Innsbruck gegründet und versteht sich als das Kompetenz-Zentrum für Fragestellungen in gynäkologischer Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Sie steht seit Beginn unter der Leitung von Prof. Dr. Ludwig Wildt und ist eine Organisationseinheit der Tiroler Landeskrankenanstalten (TILAK) und der Medizinischen Universität. Betreut werden Patientinnen mit hormonellen Problemen, Patientinnen mit Sterilität und Kinderwunsch und begleitet Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsenen. Zusätzlich verfügt die Abteilung über eine eigene Infrastruktur zur Durchführung klinischer Studien und wissenschaftlicher Grundlagenforschung. Die in der Abteilung betreuten Patientinnen werden entweder vom Facharzt oder von anderen Kliniken überwiesen oder entscheiden sich selbst für eine Behandlung an der Universitätsklinik. In der Regel handelt es sich um Patientinnen mit endokrinologischen Dysfunktionen. In der Kinderwunschsprechstunde werden Paare mit Sterilität behandelt. Die männlichen Partner der Sterilitätspatientinnen werden gemeinsam mit der andrologischen Abteilung der Universitätsklinik für Urologie, Innsbruck betreut. In der im März 2006 gemeinsam mit dem Land Tirol eingerichteten First Love Ambulanz soll Jugendlichen der Gang zum Gynäkologen erleichtert werden.

Lebensqualität der Patientinnen steigern Abnorme Hormonwerte können Ausdruck einer Erkrankung sein und die Lebensqualität drastisch beeinträchtigen. Durch qualitätsgesicherte fachspezifische Diagnostik und Behandlung in unserer Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin sollen diese Erkrankungen erkannt, vermieden bzw. behandelt und damit die Gesundheit wieder hergestellt und die Lebensqualität gesteigert werden. Durch unsere Erfahrung in Reproduktionsmedizin soll Kinderwunschpaaren das Glück eines eigenen Kindes ermöglicht werden. Jugendlichen wird der Gang zum Gynäkologen erleichtert. Dabei ist es für Ludwig Wildt und sein Team besonders wichtig, dass alle MitarbeiterInnen und Studierenden auf höchstem wissenschaftlichem Niveau ausgebildet werden. Gleiches gilt für die Fortbildung niedergelassener Kolleginnen und Kollegen. "Damit", so Prof. Wildt, " tragen wir zur optimalen Betreuung von Patientinnen mit endokrinen Störungen bei und sichern den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs in unserem Fachgebiet. Ein weiterer wesentlicher Aspekt unserer Arbeit ist die Tatsache, dass wir uns für unsere Patientinnen die notwendige Zeit nehmen und diese nach höchstem internationalen Standard behandeln. Unser ganzes Team ist offen für neue innovative Ideen. Dazu unterstützen wir oder beteiligen uns aktiv an Grundlagen- und klinischer Forschung und werten die Resultate unserer therapeutischen Maßnahmen nach wissenschaftlichen Kriterien kontinuierlich aus. Aus diesem Grund fördern wir auch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung der MitarbeiterInnen und achten besonders darauf, dass alle vorhandenen Ressourcen entsprechend verantwortungsvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden."

Vorteile auch für Forschung und Lehre
Um eine kontinuierliche Verbesserung in der Patientenversorgung und im Laborbereich zu gewährleisten wurde nun ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO EN 9001:2000 eingeführt. Diese Norm beschreibt modellhaft die Anforderungen an ein Qualitätsmangementsystem insbesondere in Einrichtungen, die sich stark an den Wünschen und Vorstellungen ihrer Kunden und PatientInnen orientieren wollen. "Es ist ein wichtiges Erkenntnis im Qualitätsmangement, dass Fehler vor allem passieren, weil die Struktur und die Abläufe entsprechende Mängel habe. Dem begegnet man am effizientesten, in dem man klare Strukturen und Abläufe definiert. Das haben wir jetzt gemacht um Vorteil unserer Patientinnen, aber auch zur Qualitätsverbesserung in der Forschung und in der Lehre"; betonte Prof. Wildt. Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte Dr. Christoph Buchta von der ÖQS-Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH gestern das entsprechende Zertifkat. Ludwig Wildt bedankte sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere bei Frau PD Dr. Susanne Hofer unf Frau Mag. Iris Berger, die das Projekt betreut haben, sowie beim Qualitätsmanagement der TILAK für die großartige Unterstützung während des gesamten Einführungsprozesses, der ungefähr ein Jahr gedauert hat.

Klar definierte Qualitätsziele
Die Qualitätsziele werden vom Abteilungsleiter für alle Hauptprozesse und für die Organisationsentwicklung im Einklang mit der Qualitätspolitik unter Einbeziehung aller Mitarbeiter erstellt. Allen Mitarbeitern ist bewusst, dass nur mit messbaren Zielen eine ständige Verbesserung des Arbeitsablaufes gewährleistet werden kann. Dazu werden Prozesskennzahlen auf der Basis der derzeitigen Situation erstellt.

Die Ziele betreffen die Effizienz der Dienstleistung, insbesondere der Zufriedenheit der Kunden die Effektivität der Behandlungen und die Aufrechterhaltung und ständige Verbesserung des Wissens der Mitarbeiter. Die Abteilung soll in endokrinologischer Behandlung das führende Kompetenzzentrum sein und auch in Zukunft bleiben. Letztendlich soll auch die Patientenzahl laufend vergrößert werden. Als Teil der Universitätsklinik soll die Abteilung auch ihre Lehrtätigkeit und ihre wissenschaftlichen Aktivitäten ausbauen und dies mittels optimaler Betreuung von Studenten, Diplomanden und Doktoranden, sowie Publikationen und Kongressbeiträgen darstellen.

Die Prüfung, inwieweit die Ziele erreicht wurden und die Neulegung der Ziele erfolgt einmal jährlich durch die oberste Leitung gemeinsam mit den Qualitätsbeauftragten. Im Qualitätsmanagementreview wird darüber berichtet. Kennzahlen, die ein rasches Handeln nach sich ziehen können, werden häufiger ausgewertet.
 
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