Darabos: Tschad-Mission braucht starken humanitären Ansatz  

erstellt am
28. 09. 07

Evora (bmlv) - Am Rande des informellen EU-Verteidigungsministertreffens in Evora, Portugal, betonte Verteidigungsminister Norbert Darabos, dass bei der EU-Mission im Tschad der humanitäre Ansatz besonders wichtig sein müsse. "Es muss klar geregelt sein, dass es um den Schutz und die Unterstützung der Darfur-Flüchtlinge geht", so Darabos. Eine starke Vernetzung der militärischen Mission mit zivilen Elementen und Organisationen müsse daher eingeplant werden.

"Im Tschad sind etwa 300.000 Flüchtlinge, die dringend die Hilfe der internationalen Gemeinschaft brauchen. Wir dürfen vor dieser humanitären Katastrophe nicht die Augen verschließen. Ich lasse daher in Abstimmung mit der Außenministerin einen zivil-militärischen Beitrag des Bundesheeres prüfen", sagt Darabos.

Darabos wird nächste Woche selbst zu einer Erkundungsmission in den Tschad reisen, um sich ein persönliches Bild von der Situation vor Ort zu machen. Er wird Gespräche mit den politisch Verantwortlichen im Tschad und mit Vertretern von NGO's führen sowie im Osten des Landes an der Grenze zu Darfur Flüchtlingslager besichtigen. "Es ist eine wichtige, aber auch herausfordernde Mission, die wir genau prüfen", so Darabos abschließend.
 
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