Neue Ausstellung im Wiener Stadt- und Landesarchiv  

erstellt am
04. 10. 07

"Der Fall der Bastei - Die Wiener Befestigungsanlagen und ihr Ende 1857."
Wien (rk) - Vor 150 Jahren gab Kaiser Franz Joseph den Auftrag zur Schleifung der Wiener Stadtbefestigung. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Wiener Stadt- und Landesarchiv eine Kleinausstellung über die Entwicklung der Wiener Stadtmauer bis zur ihrem Abbruch sowie Pläne des 19. Jahrhunderts für die städtebauliche Erneuerung rund um die Wiener Innenstadt. Die Ausstellung ist vom 4. Oktober 2007 bis 23. Mai 2008 im Foyer des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Gasometer D, 4. Stock, bei freiem Eintritt zu sehen.

Das bereits in der Römerzeit befestigte Wien erhielt nach 1200 eine mittelalterliche Ringmauer. Diese wurde im 16. und 17. Jahrhundert zu einer zeitgemäßen Stadtbefestigung ausgebaut. Die Modernisierung der Kriegsführung und die damit einhergehenden neuen Anforderungen zur Verteidigung ließen den militärischen Nutzen der Stadtbefestigung immer weiter in den Hintergrund treten. Die Bastei wurde zum Naherholungsgebiet der Wienerinnen und Wiener. Mit ihren Alleen und Grünflächen diente sie der Bevölkerung als beliebte Promenade.

Die Enge der Innenstadt, das Anwachsen der Bevölkerung und die zunehmende Bebauung entlang der Befestigung bewirkten den Entschluss zur Abtragung der Mauern. Mit allerhöchstem Handschreiben vom 20. Dezember 1857 wurde die Schleifung der Bastei beschlossen. Ein Wettbewerb zur Gestaltung des neu gewonnenen Gebietes wurde ausgeschrieben, an dem sich zahlreiche berühmte Architekten beteiligten. Basierend auf den Wünschen des Kaisers und den Vorschlägen der Wettbewerbsteilnehmer wurde ein Grundplan zur Neugestaltung der Innenstadt entwickelt. Der erste Schritt zur Schaffung der Wiener Ringstraße war getan. (Kontakt: Dr. Christoph Sonnlechner, 4000- 84832). (Schluss) red

Informationen: http://www.archiv.wien.at
 
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