Hansjörg-Wyss-Haus für Forschung und Lehre der PMU eröffnet  

erstellt am
19. 10. 07

Burgstaller: Forschung ist Motor für Fortschritt Haslauer: PMU ist vor allem privaten Sponsoren zu verdanken
Salzburg (lk) - Forschung sei der Motor für Weiterentwicklung und Fortschritt, auf jedem Gebiet. Forschung brauche die besten Köpfe, Geld und die notwendigen Räumlichkeiten und Infrastruktur. Mit diesem neuen Gebäude habe die medizinische Forschung an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) diese wichtige räumliche Voraussetzungen für eine positive Entwicklung erhalten. Dies betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller am 19.10. bei der Eröffnung des Hansjörg-Wyss-Hauses für Forschung und Lehre der PMU in der Strubergasse. Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer betonte, es sei privaten Sponsoren wie der Firma Synthes und dem persönlichen Engagement von Menschen wie Hansjörg Wyss zu verdanken, dass die PMU in Salzburg 2003 eröffnet werden konnte.

Burgstaller: Effektive Forschung auch in kleinen Einheiten
Landeshautfrau Burgstaller widersprach der nicht selten vertretenen Meinung, dass ein kleines Land wie Österreich und erst recht ein kleines Bundesland wie Salzburg oder gar eine kleine Privatuniversität keine ernsthaften Chancen hätten, in der medizinischen oder biowissenschaftlichen Forschung ganz vorne dabei zu sein. Auch in kleinen Einheiten seien Spitzenleistungen möglich. Als Beispiel nannte sie die Allergieforschung, in der Österreich mit den beiden Zentren Salzburg und Wien zur Weltspitze zählt. In Salzburg lebt dieser Forschungszweig von der sehr engen, universitätsübergreifenden Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher an der Paris-Lodron-Universität und der PMU.

"Als Land sind wir bemüht, die PMU nicht nur durch eine Basisförderung des laufenden Betriebes, sondern auch gezielt beim Aufbau der Forschung zu unterstützen. Dazu zählt aus meinem Ressort die Finanzierung einer hochkarätigen Stiftungsprofessur für Molekulare Medizin, die bereits weltweit ausgeschrieben wurde. Dazu zählt auch die Förderung spezieller Forschungsprogramme, wobei ein erstes zweijähriges Programm zum sehr gesundheitsrelevanten Thema Stoffwechsel bereits erfolgreich abgeschlossen wurde. Dazu zählt weiters auch die Förderung des Forschungsnachwuchses, wo wir mit speziellen Fellowships des Landes den besten Nachwuchsforscherinnen und –forschern zusätzliche Aus- und Weiterbildungen ermöglichen wollen", betonte die Landeshauptfrau.

Haslauer: PMU kommt dem ganzen Land zugute
Die PMU stelle eine wichtige Bereicherung der Universitäts- und Forschungslandschaft unseres Landes dar. "Ihre Leistungen kommen dem ganzen Land zugute und rechtfertigen auch das finanzielle Engagement des Landes, das fünf Jahre hindurch insgesamt acht Millionen Euro zum Gesamtbudget beiträgt", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Haslauer. Die PMU ist nach Meinung Haslauers längst zu einem Standortfaktor für Salzburg geworden: "Denn im internationalen Wettbewerb der Regionen und Standorte zählt das Vorhandensein von Forschungseinrichtungen und hochqualifiziertem wissenschaftlichen Personal zu den wichtigen Kriterien, wenn Standortentscheidungen zu treffen sind. Diese medizinische Privatuniversität eröffnet uns viele Entwicklungschancen zum weiteren Ausbau der medizinischen Spitzenforschung."

Die PMU sei auch ein wichtiger Partner für die Wirtschaft. Ein Beispiel dafür sei die Firma Sythes mit Sitz in Salzburg, die rund 100 Mitarbeiter beschäftigt und einen Handelsumsatz von 20,7 Millionen Euro erwirtschaftet. 97 Prozent der Salzburger Produktion gehen dabei in den Export. Hochspezialisierte computergesteuerte Maschinen verlangen auch gut ausgebildete Mitarbeiter. Deshalb zähle Fortbildung zur Unternehmensphilosophie, wobei mit vielen Salzburger Betrieben eng kooperiert werde. Ein Großteil des Unternehmenserfolges sei, so Haslauer, auch auf die enge Kooperation und praxisorientierte Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft zurückzuführen.

Die PMU trage aber auch darüber hinaus zur Entwicklung des Standortes Salzburg bei. So profitiere von einem gut ausgebauten medizinischen Angebot über das Kongresswesen auch der Tourismus. Dr. Haslauer untermauerte diese Feststellung damit, dass allein von Juni bis Dezember dieses Jahres im Salzburger Kongresshaus fünf Kongresse stattfinden bzw. stattfanden, die sich mit den unterschiedlichsten medizinischen Themen auseinandersetzen. "Das trägt zur positiven Entwicklung des Kongress-Standortes Salzburg wesentlich bei, der zur Tourismusbilanz der Stadt Salzburger zwischen 70.000 und 100.000 Nächtigungen beisteuert", sagte Haslauer.
 
zurück