Lenzing Standort Heiligenkreuz wird ausgebaut  

erstellt am
30. 10. 07

LH Niessl: "Durch diese Investition wird der Standort Heiligenkreuz weiter aufgewertet"
Eisenstadt (blms) - Der weitere Ausbau von Lenzing sowie Fragen der Infrastruktur standen am 30.10. im Mittelpunkt eines gemeinsamen Pressegespräches von Landeshauptmann Hans Niessl und dem Vorstandsvorsitzenden der Lenzing AG, Thomas Fahnemann. Insgesamt werden 25 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Tencel® Faserproduktions-Standortes investiert. Das Land zieht wichtige Infrastrukturprojekte vor, die für den Wirtschaftsstandort Südburgenland notwendig sind.

Seit über zehn Jahren ist der Lenzing Faserproduktionsstandort Heiligenkreuz im Lafnitztal eines der größten Industrieunternehmen des Burgenlandes. Lenzing Fibers ist der zentrale Leitbetrieb für das Südburgenland mit 180 hochwertigen Industriearbeitsplätzen, davon sind 5 Lehrlinge. Bisher wurden in den Standort 185 Mio. Euro investiert. Lenzing Heiligenkreuz produziert Tencel® Fasern, die jüngste Generation von cellulosischen Fasern. Seit der Inbetriebnahme wurden 170.000 Tonnen versandt.

LH Hans Niessl: "Lenzing hat als Leitbetrieb kräftige Impulse für den Wirtschaftsstandort, für den Süden des Landes gebracht." Laut einer Studie sind zusätzlich zu den 180 Arbeitsplätzen, die direkt geschaffen wurden, weitere 292 Arbeitsplätze im wirtschaftlichen Umfeld entstanden. Die regionale Wertschöpfung, die jährlich im Burgenland verbleibt, beträgt zwischen 10 und 15 Mio. Euro, die Kaufkraft ist durch die dort getätigten Investitionen um 7,3 Millionen Euro gestiegen. "Lenzing ist ein kräftiger Motor für den Aufholprozess des Landes", so LH Niessl.

Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann stellte heute den weiteren Ausbau am Standort Heiligenkreuz vor. Der Aufsichtsrat der Lenzing AG hat im Zuge der Umsetzung der dynamischen Wachstumsstrategie der Lenzing Gruppe grünes Licht für den weiteren Ausbau von Heiligenkreuz gegeben. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt beträgt 25 Mio. Euro, dies ermöglicht eine Steigerung der Nennproduktionskapazität von derzeit 40.000 Tonnen auf knapp 50.000 Tonnen. Die Erweiterung der zweiten Produktionslinie um zwei Spinnstraßen, unter Ausnutzung der bestehenden Gebäude- und Infrastruktur, wird im kommenden Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen werden.

"Durch diese Investitionen wird der Standort Heiligenkreuz weiter aufgewertet", betont LH Niessl. Von ganz großer Bedeutung für den Süden des Landes sei aber auch der rasche Ausbau der Infrastruktur. Daher nimmt das Land Burgenland Geld in die Hand, damit Infrastrukturprojekte zeitlich vorgezogen werden können. In Summe sind es 22 Millionen Euro - 11 Millionen für die Schiene, 11 Millionen für Straßenprojekte. Zu den ganz wichtigen Projekten, die vorfinanziert werden, gehört auch die S7. Durch die Vorfinanzierung seitens des Landes sei es möglich, dass der Bau von 2012 auf das Jahr 2010 vorgezogen werden kann. Damit kann diese Straßenverbindung, die für den Wirtschaftsstandort Südburgenland von ganz großer Bedeutung ist, rascher als vom Bund geplant realisiert werden.
 
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