Ökostromgesetz - Evaluierung der Energieagentur fordert Photovoltaikmarktentwicklung  

erstellt am
30. 10. 07

Die gerade erschienene Ökostromgesetzesevaluierung der Energieagentur plädiert für 45 MW Photovoltaik bis 2010
Reichraming (pvaustria) - Um bei der Novellierung des Ökostromgesetzes die Erkenntnisse aus der Vergangenheit einfließen zu lassen und so das Gesetz zu einem wirkungskräftigen Förderinstrument für Ökostrom weiterzuentwickeln, beauftragte das Umweltministerium die Österreichische Energieagentur eine Evaluierung durchzuführen. Im eben erschienenen Evaluierungsbericht werden die bestehenden Rahmenbedingungen untersucht und Handlungsempfehlungen vor dem Hintergrund der zu erreichenden Klimaziele gegeben.

"Dieser Evaluierungsbericht bildet den konstruktiven Gegenpol zur Evaluierung der E-Control und ist durchwegs positiv zu bewerten", lobt Photovoltaic Austria Präsident Bernd Rumplmayr den Bericht. "Er bringt deutlich zum Ausdruck, dass die Ökostromproduktion eine wichtige Maßnahme ist, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die, von Österreich selbst gesteckten sowie mit der EU vereinbarten Ziele zu erreichen und sich nicht immer weiter davon zu entfernen", so Rumplmayr weiter.

Es ist anzumerken, dass im Moment nicht einmal das, im Gesetz selbst festgeschriebene Ziel d.h. ein Ökostromanteil von 10 % im Jahr 2010 (§ 4 Abs. 2 Ökostromgesetz 2006) erreicht wird.

Die Erreichung des 10 %-Ziel entspricht einer zusätzlichen Ökostrommenge von ca. 1290 GWh im Jahr.

Angesichts der Betrachtung des Potenzials der einzelnen Ökostromtechnologien spricht die Studie der Photovoltaik 45 MW bis 2010 zu. Rumplmayr dazu: "Die 15 MW, die sich daraus pro Jahr ergeben, stellen einen wichtigen Schritt zur Erfüllung der PV-Roadmap dar".

"Nun liegt es an den politischen Entscheidungsträgern, den Bericht als wertvollen Input zur Gesetzesnovellierung zu erkennen. Gemeinsam mit dem 10.000 Dächer Programm könnte dann das novellierte Ökostromgesetz dem Photovoltaikmarkt in Österreich den entscheidenden Anstoß geben", blickt Rumplmayr hoffnungsvoll in die Zukunft.
 
zurück