3,2% Nächtigungsplus im Oktober  

erstellt am
23. 11. 07

Rekord in der Sommersaison 2007: mehr als 16 Mio. Gäste
Wien (statistik austria) - Im Oktober 2007 wurden laut Statistik Austria 6,12 Mio. Übernachtungen gemeldet, um 3,2% mehr als im Oktober des Vorjahres. Dazu trugen vor allem die inländischen Gäste mit einem Nächtigungsplus von 6,3% bei; ausländische Gästenächtigungen nahmen um 1,5% zu. Die Anzahl der Gäste (Ankünfte) stieg im selben Zeitraum um +5,3% auf 2,01 Mio. an, wobei um 8,4% mehr inländische und um 3,3% mehr ausländische Gäste ihren Urlaub in Österreich verbrachten. Deutschland als nächtigungsstärkstes Herkunftsland erzielt mit 2,28 Mio. Übernachtungen ein Plus von 1,0%, während für Belgien, Frankreich und Italien Rückgänge von -14,9%, -8,5% bzw. -10,6% gemeldet wurden.

Mit insgesamt 60,94 Mio. Nächtigungen in der Sommersaison 2007 (Mai bis Oktober 2007) wurde die 60 Mio.-Nächtigungsmarke erstmals seit Sommer 2003 (61,1 Mio.) wieder überschritten. Gegenüber der Vorjahressaison wurde ein Plus von 3,3% erreicht. Rund 2/3 der Nächtigungen (41,92 Mio.) entfielen auf ausländische, 1/3 (19,02 Mio.) auf inländische Gäste. Damit liegen die Zuwächse gegenüber der Sommersaison 2006 bei ausländischen Gästen bei 3,0%, bei jenen aus dem Inland bei 4,0%. Mit 16,69 Mio. Ankünften wurde ein neues Rekordergebnis erreicht, wobei der Zuwachs gegenüber Sommer 2006 +4,6% beträgt. Ausländische Gästeankünfte stiegen um +3,8% auf 10,69 Mio., jene der inländischen Gäste um 6,0% auf rd. 6,0 Mio. an.

Die Bundesländer verzeichneten im Vergleich zu Sommer 2006 durchwegs höhere Nächtigungszahlen. Die höchsten Zuwächse verbuchte Vorarlberg mit +7,9%, die geringsten wurden aus Oberösterreich (+1,2%) gemeldet. Im Nächtigungsranking liegt das Bundesland Tirol mit 17,42 Mio. an der Spitze, gefolgt von Salzburg (9,85 Mio.) und Kärnten (9,10 Mio.). Die Zuwächse waren bei der Zahl der Ankünfte – mit Zunahmen zwischen +8,8% im Burgenland und +1,3% in Salzburg – noch deutlicher als bei der Zahl der Nächtigungen.

Deutlich positiv war im Sommer 2007 die Entwicklung der Nächtigungszahl der deutschen Gäste, die erstmals seit drei Jahren wieder stieg und zwar um 394.600 Nächtigungen oder 1,7% auf 23,61 Mio.; der Anteil der Nächtigungen von deutschen Gästen betrug 38,7%. Belgische, britische, holländische Gäste und jene aus der Schweiz wiesen ebenfalls ein Plus bei den Übernachtungen auf (+4,9%, +0,3%, +9,1% und +5,7%), Gäste aus Frankreich, Italien und den USA nächtigten hingegen weniger häufig in Österreich als im Sommer 2006.

Die Entwicklung der Nächtigungen im Sommer 2007 nach Unterkunftsarten bestätigt den Trend zum Qualitätstourismus: +4,1% bei den Nächtigungen in Hotels der 5-/4-Stern-Kategorie, +3,4% in der 3-Stern- und +4,0% in der 2-/1-Stern-Kategorie. Die Anzahl der Nächtigungen war in Privatquartieren mit -3,3% rückläufig, während in privaten Ferienhäusern/-wohnungen Zuwächse (+2,0%) zu beobachten waren..

Im 10-Jahres-Rückblick (1998-2007) zeigt sich, dass die Zahl der Nächtigungen im Sommer 2007 weitgehend das Niveau vom Sommer 2003 erreichte und im Vergleich zu 1998 leicht um 0,5% abnahmen. Die Zahl der Gäste hingegen erreichte mit 16,7 Mio. einen neuen Höchstwert; vor 10 Jahren lag der Wert noch bei rd. 14,23 Mio. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist weiter rückläufig und erreicht mit 3,7 Tagen einen neuen Tiefstwert; vor 10 Jahren blieben die Gäste noch durchschnittlich 4,3 Tage. Der Rückgang der deutschen Gästenächtigungen von 28,11 Mio. (1998) auf 23,61 Mio. (-16,0%) im aktuellen Sommer liegt deutlich über dem Gesamtnächtigungsrückgang von -0,5%. Diese Entwicklung konnte vor allem durch Nächtigungszuwächse von Gästen aus Österreich (+9,1% gegenüber 1998), aus Italien (+11,8%), Niederlande (+19,4%) und der Schweiz (+27,7%) kompensiert werden.

Im Saisonenvergleich lag der diesjährige Sommer mit rd. 60,94 Mio. Nächtigungen wiederum deutlich über der Nächtigungszahl der Wintersaison 2006/07 (59,38 Mio.). Auch die Zahl der Gäste lag im Sommer 2007 mit 16,69 Mio. um 2,61 Mio. vor denen im vergangenen Winter (14,08 Mio.).

Auch das bisherige Kalenderjahr 2007 (Jänner bis Oktober 2007) zeigte mit einem Plus von 0,9% auf insgesamt 108,46 Mio. Nächtigungen wachsende Zahlen. Sowohl bei den Inländer- als auch Ausländernächtigungen (29,30 Mio. bzw. 79,16 Mio.) konnten Zuwächse registriert werden (+2,1% bzw. +0,4%). Das übernachtungsstärkste Herkunftsland Deutschland weist mit rund 43,3 Mio. Nächtigungen ein Minus von 2,3% auf; auch bei den Franzosen, Italienern und den US-Amerikanern gab es eine rückläufige Entwicklung von -3,9%, -4,6% und -2,7%. Zunahmen zeigten Belgien (+2,5%), Großbritannien (+4,9%), Niederlande (+2,8%) und die Schweiz (+3,3%).

Abgesehen von Salzburg (-0,2%) und Tirol (-0,7%) konnten alle Bundesländer bei den Nächtigungsergebnissen Zuwächse im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum erzielen; auch die Zahl der Ankünfte war in allen Bundesländern mit Ausnahme von Salzburg höher.
 
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