Borderline. Preis der Kunsthalle Wien 2007   

erstellt am
10. 12. 07

Eröffnung: Dienstag, 18. Dezember 2007, 19 Uhr, project space kalrsplatz
Wien (kunsthalle wien) - In der diesjährigen Ausstellung zum Preis der Kunsthalle wien werden Grenzüberschreitungen und Grenzerfahrungen aufgezeigt. Übergänge zwischen realem und virtuellem Raum spielen ebenso eine Rolle wie das Spannungsverhältnis von erzwungener Migration und freiwilligem Dérive. Grenzen und Sichtbarrieren sind willkürliche Setzungen, die ins Leben der Menschen eingreifen, ihnen Routen und Denkverläufe aufzwingen und somit als ideologische Handhabe dienen.

Monika Nguyens (Institut für Bildende und Mediale Kunst/Abteilung Bühnen und Filmgestaltung Univ.-Prof. Mag.art Bernhard Kleber) preisgekrönte Arbeit "See(len)räuber oder Durstig sein ist schlimmer als Heimweh" beschäftigt sich mit der politisch motivierten Flucht tausender Boat People aus Vietnam und ihrem Versuch, in der Diaspora die Heimat als Replikat wiedererstehen zu lassen. Die Installation inszeniert mit präzisem Hyperrealismus das Wohnzimmer einer expatriierten Familie und erzählt gerade in seiner üppigen Detailverliebtheit von einem unwiederbringlichen Verlust, der in Videointerviews mit den Bewohnern manifest gemacht wird.

Weitere Preisträger:
Emanuel Andel; Institut für Bildende und Mediale Kunst/Abteilung Digitale Kunst Univ.-Prof. Virgil Widrich(ehemals o. Univ.-Prof. Peter Weibel, Univ.-Prof. Tom Fürstner) Gordan Savicic; Institut für Bildende und Mediale Kunst/Abteilung Digitale Kunst Univ.-Prof. Virgil Widrich(ehemals o. Univ.-Prof. Peter Weibel, Univ.-Prof. Tom Fürstner) Nina Rike Springer; Institut für Bildende und Mediale Kunst/Abteilung Fotografie Univ.-Prof. Gabriele Rothemann

Preis der Kunsthalle Wien unterstützt von DORDA BRUGGER JORDIS Rechtanwälte in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.

Informationen: http://www.kunsthallewien.at/
 
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