Hilfe für COPD- und Asthma-Patienten   

erstellt am
07. 12. 07

Eisenstadt (blms) - Die „Chronic Obstructive Pulmonary Disease", eine die Atemwege einengende Bronchitis, ist eine schleichende und in höchstem Maße heimtückische Lungenkrankheit. Die Diagnose erfordert oft ein detektivisches Gespür und die Durchführung einer Spirometrie.

Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, der Verlauf, die Diagnose und die Behandlung ist allerdings sowohl bei den Patienten, als auch bei den künftig eventuell Betroffenen nicht sehr groß. Das Land Burgenland, die Ärzte- und die Apothekerkammer haben deshalb in Kooperation mit der GlaxoSmithKline Pharma GmbH die Initiative ergriffen, und setzen sich nun gemeinsam mit zahlreichen Aktivitäten gezielt für ein beschwerdefreieres Leben der dieser COPD-, aber auch der Astma-PatientInnen im Burgenland ein.

„Der Ausbau der Vorsorgemaßnahmen ist ein erklärtes Ziel der burgenländischen Gesundheitspolitik. Mit unseren kompetenten Partnern sind wir nunmehr in der Lage, auch Menschen, die von Asthma oder COPD betroffen sein könnten, ein Angebot zu machen. Der BAKS führt in Kooperation mit der Firma GlaxoSmithKline ein Präventionsprojekt durch, das zum Ziel hat, die Kooperation zwischen den Patientinnen und Patienten und ihren betreuenden Ärzten zu verbessern. Ziel dieser Kooperation ist es, die Bereitschaft der Patienten zu erhöhen, die vorgeschriebene Therapie auch dementsprechend durchzuführen, und beispielsweise die Medikamente exakt einzunehmen bzw. das Rauchverhalten zu ändern“, erklärte dazu Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar.

Die COPD tritt sowohl bei Männern - meist im Alter von 45 bis 60 Jahren - aber auch bei Frauen - eventuell sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern auf. Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7% der Bevölkerung geschätzt. Das wären rund 11.000 bis 19.000 Burgenländerinnen und Burgenländer. Eine COPD kann nicht geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Die Aktivitäten dienen der Sekundär- und Tertiärprävention. Sie setzen in einer Phase an, wo das Entstehen einer Krankheit nicht mehr vermieden, wo aber durch eine optimale Behandlung der Schweregrad der Krankheit positiv beeinflusst und damit ein Folgeschaden vermieden bzw. minimiert werden kann.

Die Präventionsaktivitäten richten sich aber auch an Patienten mit Asthma. Asthma ist kein Schicksal, gegen das man machtlos ist. Bei richtiger Therapie und guter Compliance ist auch für Asthmatikerinnen und Asthmatiker ein beschwerdefreies Leben möglich. Asthma bronchiale ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen, Tendenz steigend. Vor allem Kinder sind mehr und mehr davon betroffen. Aktuell leiden über 800.000 Menschen in Österreich an dieser chronischen Lungenerkrankung. Im Burgenland sind es rund 27.500. Rezar abschließend: „Die burgenländsichen Gesundheitsvorsorgeprojekte genießen Österreichweit einen sehr guten Ruf. Wir sind mit unseren Präventionsprojekten im Bereich der Diabetes, im Bereich der Dickdarmkrebsvorsorge oder etwa im Bereich des Brustkrebses Vorreiter. Dass dies möglich ist haben wir der traditionell guten Zusammenarbeit der Akteure im Gesundheitsbereich, die im Burgenländischen Arbeitskreis- für Vorsorge- und Sozialmedizin gemeinsam die Projekte inhaltlich planen und durchführen, zu verdanken.“
 
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