Marek: Hohes Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationspotential der Kreativwirtschaft   

erstellt am
04. 12. 07

Kreativwirtschaft mit rund 100.000 Beschäftigten in Österreich "Arbeitsplatzmotor"
Wien (bmwa) - "Aufgrund des hohen Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationspotentials ist die Kreativwirtschaft für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ein zentraler Bestandteil der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik", sagte Staatssekretärin Christine Marek am 04.12. bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Veranstaltung „creative industries on stage" im Wiener Urania Kino. Die Kreativwirtschaft sei in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld der Innovationspolitik gerückt. Rund 30.000 Unternehmen - ca. 10 Prozent aller österreichischen Unternehmen - waren im Jahr 2006 der Kreativwirtschaft zurechenbar. Die Kreativwirtschaft habe sich auch als rasch entwickelnder Wachstumssektor erwiesen. Die Bruttowertschöpfung betrug 2006 rund 7,5 Mrd. Euro (rund 3 % des BIP).

Erfreut zeigte sich die Staatssekretärin weiters, dass sich diese Branche auch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch ein hohes Wachstum auszeichnet. Derzeit sind etwa 100.000 Beschäftigte (ca. 4 % aller Beschäftigten Österreichs) im Kreativwirtschaftsbereich tätig. Da nahezu alle Neugründungen Ein-Personen-Unternehmen sind, könne für die Zukunft aufgrund der typischen Unternehmenszyklen ein hohes Beschäftigungspotential abgeleitet werden. "Die creative industries erweisen sich als Arbeitsplatzmotor", so Marek.

Gerade in der Kreativwirtschaft sei auch das Innovationspotential sehr hoch. Der Kreativsektor weise darüber hinaus höhere Innovationserträge als andere Branchen aus. Innovierende Unternehmen der Kreativwirtschaft erzielen rund 31 Prozent ihrer Umsätze mit neuen Produkten, "das sind 10 Prozentpunkte mehr als in der österreichischen Sachgüterproduktion", so Marek. Da Innovationsneigung und die durchschnittlichen Innovationserträge mit der Betriebsgröße zunehmen, gelte es hier, das vorhandene beträchtliche Potential für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Arbeitsmarkt noch besser auszuschöpfen.

Ein Förderprogramm für Kreativwirtschaft - Impulsprogramm Kreativwirtschaft der AWS - sei dazu bereits im Laufen, das aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung Technologie und Entwicklung mit 10,3 Mio. Euro dotiert wurde. Neben unmittelbarer Förderung von Kreativprojekten unterstütze es auch regionale Leitprojekte mit Multiplikationscharakter. Ein in Ausarbeitung befindliches neues Förderprogramm des BMWA für die creative industries, das aus Mitteln des BMWA finanziert werden wird, werde nahtlos am bestehenden anschließen und - neben der Fortsetzung von Bewährtem - auch neue Impulse für Technologien in der Kreativwirtschaft bringen.
 
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