Kursverluste und Kapitalabflüsse im 3. Quartal   

erstellt am
21. 12. 07

Entwicklung der inländischen Investmentfonds im dritten Quartal 2007
Wien (oenb) - Die Zurückhaltung der Anleger bei Neuinvestitionen in Investmentfonds setzte sich im 3. Quartal fort, sodass sich insgesamt einNettokapitalabfluss von 2,78 Mrd Euro ergab. Verstärkt durch Kursverluste von 0,36 Mrd Euro führte dies zu einer Verringerung des veranlagten Kapitals (exklusive „Fonds in Fonds“-Veranlagungen) von 3,15 Mrd Euro bzw. 2,2%. Ende September betrug das netto in Investmentfonds veranlagte Kapital 141,40 Mrd Euro.

Von Anfang Jänner bis Ende September 2007 errechnete sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von +2,2%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 6,5% und Mischfonds ein Plus von 2,6%. Rentenfonds zeigten einen leichten Kursgewinn von 0,43%. Die österreichischen Immobilienfonds konnten sich mit +4,3% weiterhin dem Sog fallender Immobilienmärkte entziehen.

Die Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften erhöhte sich um eine Gesellschaft, die Innovest Kapitalanlage AG, ein Tochterunternehmen der Siemens AG Österreich. Ende September 2007 verwalteten somit 28 Institute mit insgesamt 2.273 aufgelegten Investmentfonds (1.572 Publikumsfonds und 701 Spezialfonds1)) einen Vermögensbestand (inkl. „Fonds in Fonds“ Veranlagungen) von 171,2 Mrd Euro (Ende Juni 2007: 174,3 Mrd Euro).

Die Unsicherheit auf den Märkten stimmte die Anleger auch im 3. Quartal bei Neuinvestitionen sehr zurückhaltend, sodass sich insgesamt ein Nettokapitalabfluss von 2,78 Mrd Euro (-1,9%) ergab. Verstärkt durch Kursverluste von 0,36 Mrd Euro führten dies zu einer Verringerung des veranlagten Kapitals (exklusive „Fonds in Fonds“-Veranlagungen) von 3,15 Mrd Euro bzw. 2,2%. Damit lag von Jahresbeginn bis Ende September nur mehr ein sehr geringer Anstieg des veranlagten Kapitals von 0,57 Mrd Euro bzw. 0,41% vor. Ende September betrug das netto in Investmentfonds veranlagte Kapital 141,40 Mrd Euro.

Nachgebende Aktienmärkte und die schlechte Entwicklung der Rentenfonds drückten auf die Gesamtperformance. So ergab sich von Anfang Jänner bis Ende September eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von 2,2%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 6,5% und Mischfonds ein Plus von 2,6%. Rentenfonds wiesen einen nur schwachen Kursgewinn von 0,43% auf. Auch Alternative Fonds zeigten eine nur gering positive Performance von 0,69%. Gut entwickelten sich Immobilienfonds, die sichweiter dem Sog fallender Immobilienmärkte entziehen konnten. Während der Immobilienindex Wien (IATX) im ersten Halbjahr einen Verlust von 20,7% zeigte, setzten sich die österreichischen Immobilienfonds mit +4,3% positiv von dieser Entwicklung ab.

Der Vermögensbestand der Investmentfonds verringerte sich im 3. Quartal um 3,16 Mrd. Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem Auslandswerte (-3,37 Mrd Euro) während sich die Bestände im Inland nur um 0,83 Mrd Euro reduzierten. Das einzige Veranlagungssegment mit, wenn auch geringen Zuwächsen, waren Veranlagungen in Immobilien. Der Cash-Bestand wurde um 0,81 Mrd Euro aufgestockt.

Mit einem Anteil von 60,1% (84,97 Mrd Euro) wird die Struktur des veranlagten Kapitals von Rentenwerten dominiert, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 20,3% (28,73 Mrd Euro), den ausländischen Investment-zertifikaten mit 10,5% (14,89 Mrd Euro) und den sonstigen Vermögensanlagen mit 8,0% (11,30 Mrd Euro). In Immobilien- und Sachanlagenvermögen war per Ende September 2007 ein Volumen von 1,52 Mrd Euro (1,1%) investiert. Der Anteil an inländischen Aktien und Beteiligungspapieren beträgt weiterhin nur 2,6% des von Fonds veranlagten Kapitals.

Per Ende September 2007 wurden in den Ländern der Währungsunion (exkl. Österreich) 69,95 Mrd Euro (49,5%), in Ländern der übrigen Welt 40,97 Mrd Euro (29,0%) und im Inland 30,48 Mrd Euro (21,6%) veranlagt.
 
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