Bartenstein: Nabucco-Projekt bekommt mit RWE wichtige Verstärkung   

erstellt am
07. 02. 08

Deutsche RWE-AG als Partner in das Nabucco-Konsortium aufgenommen – Informelles Treffen der Energieminister aus den am Projekt beteiligten Ländern
Wien (bmwa) - „Die heutige Aufnahme der deutschen RWE als neuen Partner in das Nabucco-Konsortium ist eine gute Entscheidung. Deren Fachkenntnisse und Kapazitäten bereichern den Ressourcen-Pool für die Realisierung dieses Projektes. Daher bin ich zuversichtlich, dass diese neue Konstellation die Nabucco-Verwirklichung beschleunigen wird.“ Das erklärte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein am 05.02. bei einem informellen Treffen der Energieminister Hilmi Güler (Türkei), Varujan Vosganian (Rumänien), Petar Dimitrov (Bulgarien), Staatssekretär Gabor Diossy (Ungarn) sowie dem deutschen Vertreter, Sonderbotschafter Peter Gottwald. Anlass dafür war die Vertragsunterzeichnung zur Aufnahme der RWE in das Nabucco-Firmenkonsortium.

Bartenstein erinnerte an die Bedeutung der Nabucco-Gas-Pipeline, die ein gutes Beispiel für eine eigenständige Energiepolitik der Europäischen Union darstelle. Diese Leitung werde den Bezug von Erdgas aus neuen Fördergebieten – wie der Kaspischen Region – und dessen Transport über eine völlig neue Route ermöglichen.

Die Vorbereitungsarbeiten hätten im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte gemacht, fuhr Bartenstein fort. So habe er im September 2007 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Aserbaidschan mit dem aserbaidschanischen Minister für Industrie und Energie Natiq Aliyev ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Weitere wichtige Schritte der vergangenen Monate waren die Ernennung des ehemaligen niederländischen Außenministers Jozias van Aartsen zum TEN-Koordinator für Nabucco, und die Gewährung der Ausnahme von der Verpflichtung zur Gewährung von Netzzugang gemäß Art. 22 der Gasbinnenmarkt-Richtlinie durch die Energie-Control Kommission und Vorlage dieser Entscheidung an die Europäische Kommission. In Bezug auf mögliche Gasquellen für die geplante Pipeline habe man in den letzten Wochen positive Rückmeldungen aus der kaspischen Region erhalten. Und schließlich gebe es unterzeichnete Absichtserklärungen mit potentiellen Shippern (Unternehmen die Gas transportieren möchten) aus Norwegen, Österreich, Italien, Deutschland, der Schweiz, der Ukraine und Aserbaidschan. Verhandlungen darüber gibt es, laut Bartenstein, mit Unternehmen in den Niederlanden, Frankreich, Italien und der Tschechischen Republik.
 
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