FGZ Kärnten startet neue Initiative für arbeitslose Frauen!   

erstellt am
18. 03. 08

Klagenfurt (fgz) - Ängste, Druck und Sorgen kennzeichnen häufig die Situation von arbeitslosen Frauen. Das FGZ lädt betroffene Frauen ab 7. April zum Frauencafé am Montagmorgen ein. Wichtigste Ziele: Einsamkeit durchbrechen, Selbstwert und Wohlbefinden von arbeitslosen Frauen stärken.

Laut österreichischem Frauengesundheitsbericht müssen arbeitslose Frauen mit erhöhten gesundheitlichen Belastungen fertig werden, denn Arbeitslosigkeit hat nicht nur materielle Folgen, sondern führt auch zum Verlust von Anerkennung und sozialen Kontakten. Dies bestätigen auch die Interviews mit betroffenen Kärntner Frauen, die vor wenigen Wochen im Rahmen einer Diplomarbeit im Auftrag des FGZ Kärnten durchgeführt wurden. "Du bist wertlos ohne Arbeit", brachte eine Interviewpartnerin es auf den Punkt. Weitere Ergebnisse der Interviews waren, dass die arbeitslosen Frauen vor allem mit der fehlenden Zeit- und Tagesstruktur zu kämpfen haben, dass ihnen "zu Hause die Decke auf den Kopf fällt", berichtet Nina Schmoliner, Studentin der Fachhochschule Joanneum.

Die soziale Isolation war für das FGZ Kärnten der Anlass ein Frauencafé ins Leben zu rufen. Jeden ersten Montag im Monat um 9.00 Uhr früh finden arbeitslose Frauen nun eine Anlaufstelle im FGZ Kärnten. Dort können sie sich mit anderen Frauen in ähnlichen Lebenssituationen austauschen, sich über kostengünstige Gesundheitsangebote informieren und bekommen alltagstaugliche Gesundheitstipps.

"Gesundheitsförderung kann keinen Arbeitsplatz ersetzen, aber sie kann in einer kritischen Lebenssituation helfen, die Gesundheit zu bewahren, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten und die Chancen des beruflichen Wiedereinstieges zu verbessern," stellt Regina Steinhauser, Geschäftsführerin vom FGZ Kärnten klar. Das FGZ wünscht sich deshalb Sponsoren und Förderer aus Wirtschaft und Arbeitspolitik, um weitere Maßnahmen speziell für arbeitslose Frauen umsetzen zu können.

Zahlreiche internationale Studien belegen, dass Arbeitslose einen schlechteren Gesundheitszustand haben, als Erwerbstätige. Langzeitarbeitslosigkeit kann nach heutigem Forschungsstand insbesondere psychosomatische Symptome wie Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen und auch psychische Krankheiten wie Depressionen verursachen. Bei arbeitslosen Frauen wird auch starkes Rauchen und Übergewicht vermehrt beobachtet. Dies sind wiederum Risikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen und körperliche Beeinträchtigungen. Gesundheitliche Einschränkungen erschweren aber die Suche nach Arbeit und senken die Wiedereingliederungschancen. Für Betroffenen kann das zu einem Teufelskreis werden.

Informationen: http://www.fgz-kaernten.at
 
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