Bis die "innere" Uhr umgestellt ist, vergehen ein paar Tage   

erstellt am
28. 03. 08

In der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt die Sommerzeit
Wien (arbö) - Auch wenn die Temperaturen und Witterungsverhältnisse eine andere Sprache sprechen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt die Sommerzeit. Die Uhren werden von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Erfahrungen der ARBÖ-Techniker zeigen, dass auf die Uhr im Auto sehr oft vergessen wird. Dies führt zu Irritationen der Autofahrer, die glauben eine Stunde zu früh unterwegs zu sein. Im größten Verkehrsaufkommen wird dann hektisch versucht, die Zeit richtig einzustellen.

Dies kann gefährlich werden, denn mit dem Absinken der Konzentration für den Verkehr steigt die Unfallgefahr, warnt der ARBÖ. Am besten ist es, die Uhr schon am Samstag-Abend umzustellen. Wer nicht mehr weiß, wie: Die Betriebsanleitung des Autos gibt darüber Auskunft.Bis die "innere" Uhr umgestellt ist, vergehen Tage. "Eine einzige Stunde Zeitumstellung genügt, um den Körper aus dem Takt zu bringen", appelliert ARBÖ-Verkehrsmediziner Medizinalrat Prof. Prim. Dr. Josef Nagler speziell an die Autofahrer. "Vergessen sie auch nicht, dass die Umstellung allen Menschen zu schaffen macht. Mit ein wenig mehr Vor- und Rücksicht lassen sich im Straßenverkehr brenzlige Situationen vermeiden."

In Kombination mit der Frühjahrsmüdigkeit und Wetterfühligkeit durch die derzeitigen Temperaturen kann die Sommerzeitumstellung die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit der Lenkerinnen und Lenker beeinträchtigen. Dazu kommt, dass eine Stunde Schlaf fehlt. "Bis die innere Uhr umgestellt ist, vergehen oft ein bis zwei Tage", gibt der ARBÖ-Verkehrsmediziner zu bedenken. Ausreichend Vitamine, viel Trinken (natürlich alkoholfreie Getränke) und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft helfen, die Umstellung zu bewältigen. Wer müde ist und unter Kreislaufproblemen leidet, sollte kein Fahrzeug lenken. Ermüdete Menschen reagieren im Straßenverkehr wie Betrunkene: ihr Blickfeld ist eingeengt, sie schätzen Abstände und Entfernungen falsch ein und reagieren zu langsam.
 
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