9. Internationales Akkordeonfestival 2008 ging zu Ende   

erstellt am
25. 03. 08

Wien (akkordeonfestival) - Am Ostermontag, ist mit einem heftig beklatschten Doppel-Konzert des brasilianischen Alessandro Kramer Trio und des portugiesischen Quartetts Dancas Ocultas mit ihrem „impressionistischen Folk“ im Theater Akzent das 9. internationale Akkordeonfestival Wien zu Ende gegangen. Mit den beiden anderen Abschlussgalas – am Ostersonntag verwandelten Nathan & The Zydeco Cha-Chas aus Louisiana das Metropol in einen ausgelassenen Tanzsaal und am Samstag luden Dobrek Bistro, der brasilianisch-österreichisch- polnisch-rußische- Bandhybrid zu ihrem traditionellen Geburtstagskonzert ins Orpheum – bot sich ein mehr als würdiger Ausklang, der noch einmal die künstlerisch breitgefächerte Perspektive des Festivals rund um das Akkordeon und seine absolute internationale Klasse unterstrich.

Friedl Preisl, Programmgestalter des Festivals und sein Team blicken mehr als zufrieden auf ein wahres Marathon-Programm zurück: 47 Konzerte (!!!) in diversen Wiener Spielstätten wurden vom Publikum der tatsächlichen Musikmetropole Wien mit großem Interesse und oft überbordender Begeisterung angenommen. Es heißt etwas, wenn nicht wenige der auftretenden KünstlerInnen auf offener Bühne lobende, ja euphorische Worte für die Einmaligkeit des Akkordeonfestivals Wien finden – und für sein Publikum!

Zu den zahllosen künstlerischen Highlights zählten 2008 die Eröffnung mit Otto Lechner und dem Ensemble des XX. Jahrhunderts, die Weltpremiere einer neuen Komposition des Akkordeon- Großmeisters Luis Di Matteo, die Weltmusikgiganten Bratsch, aber auch Konzerte mit Prisca als tönende Botschafter der Musiknation Frankreich und des Bandoneon-Duos M&M (Michael Zisman & Matias Gonzales) im Baumgartner Casino.

Oder das südamerikanische Lerner Y Moguilevsky Duo in der Szene Wien, das eindrucksvoll die Möglichkeiten der Klezmer-Musik zelebrierte. Oder …

Dazu sorgten Programmschienen wie der Literatursalon, die Stummfilm-Matinee, bei denen Stummfilmklassiker live am Akkordeon vertont wurden, und der „Magic Afternoon“ für zusätzliche künstlerische Bandbreite im Zeichen des Akkordeons. Mit den „Schweiz Impressionen“ wurde in einer eigenen Schiene die vielfältige Musiknation Schweiz einem interessierten Publikum vorgestellt.

Noch weit mehr als alles Zahlengeklimper (und die Auslastung der Veranstaltungen ist auch 2008 trotz kultureller und tatsächlicher Inflation eindrucksvoll) unterstreicht die durchgehend großartige Stimmung des 9. internationalen Akkordeonfestivals Wien, die Offenheit und Aufmerksamkeit mit der das Publikum auch schwierigere musikalische Ansätze annahm seine große Relevanz und seinen mittlerweile unangefochten prominenten Rang auf dem dichten Wiener Kulturfahrplan – das 10. internationale Akkordeonfestival Wien kann kommen!
 
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