BM Schmied: "Lesen ist der Schlüssel zu gelungener Bildung"   

erstellt am
02. 04. 08

Der Lesemonat April startet mit dem heutigen Andersentag
Wien (bmukk) - "Lesen ist eine Fähigkeit, über die maßgeblich der Erwerb von Wissen erfolgt. Wer über solide Lesefertigkeiten verfügt, dem steht der Weg zur beruflichen und persönlichen Entwicklung offen; der hat auch die Chance, am kulturellen und gesellschafltichen Leben einer Gesellschaft Teil zu haben. Internationale Studien wie PISA und PIRLS zeigen, dass wir die SchülerInnen im zentralen Bereich des Lesens noch mehr fördern und fordern müssen. Die Bundesregierung unternimmt daher wichtige Schritte zur Sprach- und Leseförderung. Die frühe Sprachförderung, die Absenkung der KlassenschülerInnenzahl auf 25 oder der Ausbau der Tagesbetreuungsplätze. Neben diesen wichtigen Maßnahmen ist mir aber besonders die Steigerung der Lesemotivation und Leseförderung wichtig", so Bildungsministerin Claudia Schmied anlässlich des Andersentags am 02.04.

Eine zentrale Maßnahme in der Leseförderung ist die verpflichtende Durchführung des sogenannten "Salzburger Lesescreenings" in allen 3. und 5. Schulstufen in ganz Österreich im April. Das Lesescreening als erstes Diagnoseinstrument liefert wertvolle Informationen über die individuelle Lesekompetenz und für weitere Fördermaßnahmen.

Ein Beispiel für eine zielgerichtete Maßnahme zur individuellen Leseförderung ist die im laufenden Schuljahr an über 40 Schulen durchgeführte Aktion "LesepartnerInnen". Eine Begleitstudie zum Projekt belegt, dass 15 Minuten tägliches Lesen mit einem "Lesepartner"- über einen Zeitraum von mehreren Monaten praktiziert - zu einer deutlichen Verbesserung der Leseleistung führt. Das Projekt "LesepartnerInnen" zeichnet sich nicht nur durch die methodische Effizienz aus. Von ganz besonderer Bedeutung ist auch der soziale Aspekt, da als LesepartnerInnen Eltern, Großeltern, ältere SchülerInnen und Erwachsene fungieren können. Wer miteinander liest, hört dem Gegenüber zu. Man tauscht sich aus, man lässt sich aufeinander ein.

Effiziente Leseförderung an Schulen braucht auch speziell geschulte LehrerInnen. Das Unterrichtsministerium wird die Verankerung der Leseerziehung in den Ausbildungsplänen prüfen und plant einen Schwerpunkt in der LehrerInnenfortbildung zur Diagnosekompetenz und zur individuellen Leseförderung. Unter dem Motto "Individuelles Lesen - Gemeinsames Lesen" steht auch das auf Einladung des Unterrichtsministeriums am 7. April stattfindende Lesesymposium mit ReferentInnen von internationalem Rang in Wien.

Mit der Website Lesenetzwerk.at steht ein umfassendes Informations- und Kommunikationsportal rund ums Lesen zur Verfügung. Zahlreiche Informationen, Anregungen und Aktivitäten des Unterrichtsministeriums zur Leseförderung sind unter http://www.lesenetzwerk.at abrufbar.

Die Leseerziehung muss neben dem didaktischen Aspekt auch immer den Brückenschlag zum kulturellen Leben im Fokus haben. Kulturvermittlung kann dort am besten stattfinden, wo es zu einem unmittelbaren Austausch zwischen AutorInnen und SchülerInnen kommt und daher finden an zahlreichen Schulen AutorInnenenlesungen statt. Die Literaturtage in Rauris zählen zu den beispielgebenden Initiativen

Bei der Lesefestwoche von 17. bis 23. November 2008 in Wien werden SchülerInnen die Möglichkeit haben, auch selbst im Rahmen von Workshops kreativ mit Sprache umzugehen.

"Lesen ist der Schlüssel zu gelungener Bildung", so Bildungsministerin Claudia Schmid abschließend.
 
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