7. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2008   

erstellt am
26. 05. 08

Innsbruck (universität) - Von 28.-30 Mai treffen sich über 200 führende ZeithistorikerInnen in Innsbruck, um ihre laufenden Forschungsprojekte zu präsentieren. Neben österreichischen und internationalen Themen in der Zeitgeschichtsforschung, bildet das Jahr 1968 einen besonderen Schwerpunkt der in dieser Form bisher größten Veranstaltung in Österreich. Eröffnet wird die vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck organisierte Veranstaltung am 28. Mai von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.

Vom 28. bis 30. Mai wird Innsbruck zu einem Zentrum der heimischen und internationalen Zeitgeschichtsforschung. Über 200 ZeithistorikerInnen präsentieren beim 7. Österreichischen Zeitgeschichtetag ihre laufenden Forschungsprojekte. In 47 Foren spannt sich der thematische Bogen dabei vom 1. Weltkrieg bis zu aktuellen internationalen Problemen, von lokalen Ereignissen bis hin zu globalen Entwicklungen.

Offiziell eröffnet wird der 7. Österreichische Zeitgeschichtetag am Mittwoch, 28. Mai, um 12 Uhr von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Anschließend hält Moshe Zimmermann, Historiker der Hebräischen Universität Jerusalem, den ersten, öffentlichen Vortrag zum Thema „60 Jahre Staat Israel, 100 Jahre Nahost-Konflikt“. Am Donnerstag, 29. Mai, beschäftigt sich der Berliner Historiker Götz Aly als zweiter Hauptredner mit den Vorgängen rund um 1968: „Die 68er-Revolte in Deutschland. Ein Mythos wird besichtigt.“ Dieser öffentliche Vortrag findet um 19 Uhr im Kaiser-Leopold-Saal der Theologischen Fakultät, Karl Rahner Platz 3, statt.

Thematisch ist der Zeitgeschichtetag in zwei parallel ablaufende Blöcke geteilt. Zum einen findet in Innsbruck eine Bestandaufnahme zur österreichischen Zeitgeschichte statt: womit beschäftigt sich die aktuelle Forschung in den zeitgeschichtlichen Instituten und Forschungsseinrichtungen, was sind die zentralen Fragestellungen der heimischen ZeithistorikerInnen? Das Symboljahr 1968 steht im Zentrum des zweiten thematischen Blocks, der sich mit den 1960ern, den 1970ern und den sich daraus ergebenden Folgen beschäftigt. Zusätzlich bietet Innsbruck – eine Premiere bei Zeitgeschichtetagen – ein Nachwuchsforum. JungakademikerInnen haben dabei die Gelegenheit, ihre laufenden Dissertationen vorzustellen.

Zwischen den einzelnen Foren gibt es am Donnerstag als Zusatzveranstaltung eine WDR-Fernsehdokumentation mit dem Titel: Die 60er Jahre – von Adenauer bis Woodstock“ mit einem einleitenden Kommentar von Prof. Rolf Steininger, Leiter des Instituts für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck. Am Freitag präsentieren die anwesenden Referenten ihre neu erschienenen Bücher.

Die Idee eines Österreichischen Zeitgeschichtetags wurde 1993 erstmals in Innsbruck unter der Federführung von Prof. Steininger umgesetzt. 15 Jahre nach dieser Premiere ist der Zeitgeschichtetag nach Innsbruck zurückgekehrt. Prof. Steininger freut sich über den enormen Zuspruch zu dieser Idee, die den 7. Österreichischen Zeitgeschichtetag 2008 in Innsbruck zum bisher größten seiner Art werden ließ: „Die Zeitgeschichte in Österreich lebt und ist lebendiger denn je. Sie war, ist und bleibt wichtig – gerade in Zeiten der Globalisierung und wichtiger Umbrüche. Zeitgeschichte ist Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Ohne die Kenntnis der Vergangenheit ist die Gegenwart kaum zu verstehen und die Zukunft schwer zu meistern.“

Informationen: http://www.zeitgeschichtetag2008.at
 
zurück