Österreichische Bundesforste live: Hier kommt der Wald!   

erstellt am
06. 06. 08

Erste mobile Waldschule Österreichs kommt direkt zu den Schülern: Uhu, Dachs & Biber on the road - Mit Detektoren zum Lauschangriff auf die Fledermaus
Wien (öbf) - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) bringen den Wald ins Rollen: Im Rahmen der von 9. bis 15. Juni 2008 österreichweit stattfindenden "Woche des Waldes" wird unter dem Motto „ÖBf live: Hier kommt der Wald!“ die 1. mobile Waldschule Österreichs eröffnet.

„Mit der mobilen Waldschule wurde eine in Österreich einzigartige mobile Umweltbildungseinrichtung geschaffen, mit der der Wald und seine Bedeutung als Ökosystem jungen Menschen sprichwörtlich näher gebracht wird“, erklärt Georg Erlacher, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz, die Idee der Initiative.

„Wir nehmen auch im Bereich Umweltbildung unsere Verantwortung wahr. Als größter Naturbetreuer Österreichs ist es uns ein Anliegen, dass die Jugend den Bezug zur Natur nicht verliert und Verständnis für den Wald und seine vielen Funktionen entwickelt“, so Erlacher. „Je mehr und je früher sich Kinder und Jugendliche mit der Natur auseinandersetzen, umso stärker und nachhaltiger entwickelt sich ihr Umweltbewusstsein.“

Die Österreichischen Bundesforste sind bereits seit einigen Jahren im Bereich Wald- und Naturpädagogik aktiv. „Wir leben den Nachhaltigkeitsgedanken aktiv. Mit der mobilen Waldschule haben wir ein innovatives Bildungsangebot entwickelt, mit dem wir unser Wissen von einer Generation zur nächsten weitergeben“, so Erlacher weiter.

Der Wald kommt in die Stadt

Wald auf Rädern: Die mobile Waldschule bietet eine Waldaustellung, ein Umwelt-Labor und einen Experimentierplatz auf Rädern. Ein ausgebauter Anhänger beherbergt eine Sammlung an verschiedensten Tierpräparaten wie Uhu, Dachs, Fuchs, Biber, Eichelhäher oder Graureiher, Schaukästen mit den wichtigsten heimischen Käfer- und Schmetterlingsarten sowie unterschiedliche Lehrmaterialien und Spiele. Zusätzlich wird ein kleines Umweltlabor mit Untersuchungsgeräten wie Lupen und Ferngläser, Stereomikroskope, Stethoskope und Fledermausdetektoren mitgeführt. Gezogen wir der Anhänger von einem Erdgasfahrzeug, das als Transportmittel und Basisstation dient. Nachhaltigkeit wird auch hier groß geschrieben: Die Innenausstattung des Anhängers wurde von einem lokalen Forstbetrieb der Bundesforste, dem Forstbetrieb Wienerwald, in Handarbeit angefertigt und besteht aus massivem Buchenholz, das aus dem Wienerwald stammt.

Mikrotheater mit Springschwänzen und Erdflöhen

Spielerisches Forschen und Entdecken stehen im Vordergrund: Neben Wissens-vermittlung rund um den Wald und heimische Holzarten können die kleinen und größeren Besucher selbst experimentieren. Vor Ort wird gesammelt und analysiert, Wasser- und Bodenproben entnommen, Krebse, Springschwänze und Erdflöhe unter dem Mikroskop betrachtet. Mittels Schwanenhalskamera kommen selbst Erdflöhe ganz groß heraus: Sie überträgt die Bilder des Mikroskops auf einen LCD-Bildschirm, wo die Objekte als Großbild betrachtet und erklärt werden. Verschiedene Tast- und Riechboxen sowie Natur- und Waldmaterialien zum kreativen Basteln und Handwerken runden das Angebot ab.

Naturerlebnis mit hohem Informationsgehalt

Die mobile Waldschule bietet Bildung auf höchstem Niveau. Programmgestaltung und Betreuung werden von speziell geschulten Mitarbeitern der Bundesforste durchgeführt, die eine Ausbildung zum zertifizierten Waldpädagogen absolviert haben. Angeboten werden Programme zu unterschiedlichen Themen wie Wald, Wasser, Wiese oder Forstwirtschaft. Zielgruppe sind Volksschüler und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Mit dem Wald auf Tour

Die mobile Waldschule wird bei ausgewählten natur- und waldpädagogischen Veranstaltungen in ganz Österreich eingesetzt. Darüber hinaus kann das Programm von Schulen oder Institutionen auf Anfrage gebucht werden.

Informationen: http://www.wald.at/live
 
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