Land Steiermark sagt fahrenden Wracks den Kampf an   

erstellt am
13. 08. 08

Mehr Sicherheit durch Beinahe-Verdoppelung der Fahrzeugüberprüfungen
Graz (lk) - Wir begegnen ihnen nur allzuoft auf der Strecke - den Verkehrssündern, die mit (gerade noch)fahrbaren Autowracks unterwegs sind. Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder hat ihnen mit einem erfolgreichen Maßnahmenpaket den Kampf angesagt: "Das Ausmaß der bei den Überprüfungen festgestellten Mängel zeigt, wie wichtig diese Maßnahmen sind." Insgesamt wurden bei mehr als einem Drittel der überprüften Fahrzeuge schwere Mängel festgestellt, beziehungsweise musste das Kennzeichen abgenommen werden. 40 Prozent wiesen leichte Mängel auf, nur rund 23 Prozent der überprüften Fahrzeuge waren ohne Mangel.

Mit der Anzahl von 1.105 Fahrzeugüberprüfungen im Zeitraum Jänner bis August 2008 konnte eine Steigerung um 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Die Anzahl der Prüftage mit dem mobilen Prüfzug wurde gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Einsatzintervalle des Prüfzuges konnten von jedem vierten auf jeden dritten Kalendertag verkürzt werden. Fast verdoppelt werden konnte auch die Anzahl der Sichtüberprüfungen (Untersuchung auf offensichtliche Mängel) und der Überprüfungen auf dem Prüfstand. Besonders bewährt haben sich auch die Wochenendüberprüfungen vor Kinos, Diskotheken und Restaurants. "Die Techniker des Landes Steiermark sind nicht berechtigt, verdächtige Fahrzeuge anzuhalten. Die mobilen Einsätze erfolgen daher zusammen mit der Polizei", lobt Dipl.-Ing. Kurt Fink, der Leiter der Fachabteilung 17B die gute Zusammenarbeit mit der Exekutive.

Die Überprüfungen folgen einem genau festgelegten Schema: Als leichte Mängel gelten etwa leichte Verrostungen oder ein geringer Flüssigkeitsverlust. Bremsunterschiede an den Achsen bis zu 20 Prozent und Durchrostungen am Fahrgestell sowie angerostete Bremsleitungen gelten als schwerer Mangel. Beträgt der Bremswirkungsunterschied an den Achsen mehr als 50 Prozent, sind die Reifen bis zum Gewebe abgefahren oder gibt es einen starken Ölverlust, ist Gefahr in Verzug. Eine regelmäßige Fahrzeugpflege kann aber unliebsame Begegnungen mit den Prüfern der Landes ersparen - auch die bis zu 120 Euro, die so eine unfreiwillige Mängelfeststellung kosten kann.
 
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