Plassnik: "Demokratie muss aktiv und verantwortungsvoll gelebt werden"   

erstellt am
12. 09. 08

Wien (bmeia) - "Keine Freiheit ohne Sicherheit, keine Sicherheit ohne Recht, kein Recht ohne die gleichberechtigte Teilhabe aller", so Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich des ersten Internationalen Tages der Demokratie am 15. September zur engen Verbindung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Auch die österreichische Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat stehe in diesem Zeichen.

"Dazu gehört auch, dass weltweit die Stimmen der Frauen besser Gehör finden. Das ist für viel zu viele Frauen auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Demokratie muss für sie errungen und verteidigt werden", so die Außenministerin.

Die Parlamente und die Zivilgesellschaft seien Motoren der Willensbildung und Plattform für die aktive Teilhabe: "Demokratie ist etwas Lebendiges. Sie muss aktiv und verantwortungsvoll von ihren Bürgerinnen und Bürgern gelebt werden. Der große Feind der Demokratie ist die erstarrte Selbstverständlichkeit", so Plassnik, die fortfuhr: "Um es mit der Schweizerin Jeannine Luczak auszudrücken: Demokratie heißt, die Wahl haben. Die Wahl haben heißt aber auch, dass wir Bürgerinnen und Bürger die Chance, uns am gesellschaftlichen Prozess beteiligen zu können, nicht ungenützt lassen dürfen", erklärte die Außenministerin, und forderte alle Österreicherinnen und Österreicher auf, bei der Nationalratswahl am 28. September von ihrem freien Wahlrecht Gebrauch zu machen.
 
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