Umweltprobleme erkennen und lösen   

erstellt am
11. 09. 08

Die 2. Jahrestagung der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin findet vom 1. bis 4. Oktober 2008 in Graz statt
Graz (universität) - Leiden mehr Großstadt- als Landbewohner aufgrund der höheren Feinstaub- und Lärmbelastung in Städten an chronischen Krankheiten wie Asthma oder Allergien bzw. erleiden häufiger Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems? Welche Gefahren können durch Innenraumluft Belastung mit Schimmelpilzen oder durch flüchtige organische Verbindungen in den eigenen vier Wänden für die Gesundheit lauern?

Es ist eine große Herausforderung der umweltmedizinischen Forschung, kausale Zusammenhänge zwischen tatsächlich schädlichen Umwelteinflüssen und bestimmten Krankheiten dar zu legen. Um sich mit dieser Problematik noch intensiver auseinander zu setzen, wurde die noch recht junge Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin von engagierten Ärzten und Wissenschaftlern als Zusammenschluss der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin (GHU) und der International Society of Environmental Medicine (ISEM) im Jahr 2005 gegründet. Dabei steht die interdisziplinäre Erforschung des Einflusses von Umweltschadstoffen auf den menschlichen Körper im Blickpunkt ihrer Forschung.

Die Prävention von Erkrankungen hervorgerufen durch Umweltschadstoffe, die sowohl chemische Noxen als auch Krankheitserreger (Viren, Bakterien und Pilze) bzw. deren Fragmente darstellen, steht im Fokus des Interesses. Neben der Aufklärung über meist alltägliche Gesundheitsrisiken von Seiten der Wissenschaften liegt vor allem auch die praktische Umsetzung dieses Wissens im Interesse der Gesellschaft. In diesem Sinne wird eine enge Verbindung zu den öffentlichen Gesundheitsämtern und der Politik angestrebt. Nur durch diese Dualität von Wissenschaft und Praxis können Umweltprobleme nicht nur erkannt, sondern auch erfolgreich gelöst werden.

Die diesjährige Tagung in Graz behandelt weit reichende Frage- und Problemstellungen der Hygiene, Umwelt- und Präventivmedizin. Aktuelle Forschungsergebnisse aus den Schwerpunktthemen Präventivmedizin, Schadstoffbelastung durch Lärm und Feinstaub, Umweltimmunologie und Umwelttoxikologie, Krankenhaushygiene, Wasserhygiene sowie Mobilfunk werden in diesem Umfeld präsentiert und diskutiert. Außerdem rundet ein Symposium über Schimmelpilze/Innenraum/Gesundes Bauen und Wohnen das äußerst spannende Programm ab.

Insbesondere von den Schwerpunktthemen Prävention durch Impfungen, Auswirkungen von Straßen- und Schienenverkehrslärm sowie die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern (Mobilfunk) auf die Gesundheit sind interessante neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu erwarten.

Informationen: http://www.ghup2008.de
 
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