Albertina eröffnet 2000 m2 Galerien für zeitgenössische Kunst   

erstellt am
16. 10. 08

Nach dem Umbau und der Erweiterung der Kahn Galleries eröffnet die Albertina morgen, den 16. Oktober 2008 ihre jüngste Ausbaustufe
Wien (albertina) - Ab nun stehen in der Albertina 2000 m2 für wechselnde Präsentationen zeitgenössischer Kunst zur Verfügung. Die Albertina hat damit ihre bisherige Ausstellungsfläche auf über 5.000 m2 beinahe verdoppelt.

Für Direktor Dr. Klaus Albrecht Schröder ist damit das Projekt des Umbaus und der Neupositionierung der Albertina vollendet: "Mit dem heutigen Tag ist der im Jahr 2000 begonnene Prozess abgeschlossen, die Albertina, deren Sammlung in der Vergangenheit im Studiensaal nur bruchstückhaft eingesehen werden konnte, in ein Museum umzuwandeln, das seine reichhaltigen Sammlungen in großen Ausstellungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Mit den Jeanne & Donald Kahn Galleries for Contemporary Art können wir erstmals auch die Großformate unserer 30.000 Werke umfassenden Sammlung an Gegenwartskunst zeigen."

Die Ausstellungsarchitektur der Kahn Galleries
Die Dramaturgie der Raumfolge entspricht der Architektur eines englischen Landschaftsgartens, mit spannenden Durchblicken, unterschiedlichen Niveaus und mannigfaltigen Point de Vues. Einerseits ist jeder der 16 Räume präzise in sich geschlossen, andererseits ergeben sich durch die überraschenden Blickachsen in die benachbarten Räume fließende Übergänge zwischen den Sälen.

Für die Schaffung dieser neuen Galerien zeitgenössischer Kunst wurden in diesem Geschoß Dutzende Zwischenwände ehemaliger Depots, Büros und Wohnungen abgebrochen. 1.400 Tonnen Ziegelmauern wurden entsorgt. Die Kahn Galleries wurden mit 906 Tonnen Stahlbeton erdbebensicher gemacht; 48 Kilometer Kabel wurden verarbeitet. Die Nettobaukosten betragen 5,2 Millionen Euro.


Die Eröffnungsausstellung: Österreichische Kunst nach 1970
Zum Auftakt präsentiert die Albertina in den 16 neuen Räumen der Jeanne & Donald Kahn Galleries die Ausstellung Nach 1970: Österreichische Kunst aus der Albertina.

180 Arbeiten von 34 Künstlern geben einen umfassenden Einblick in die jüngere Kunstgeschichte Österreichs. Neben vielen der bekannten und berühmten Künstler wie Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Max Weiler und C. L. Attersee, Erwin Wurm und Franz West, Herbert Brandl und Hubert Scheibl, Gottfried Helnwein und Bruno Gironcoli sind viele der spannendsten jüngeren KünstlerInnen hier erstmals zu entdecken. Von Sonja Gangl und Ulrike Lienbacher bis zu Peter Hauenschild und Georg Ritter.

Über 160 Werke stammen aus dem Besitz der Albertina, die insgesamt 30.000 Arbeiten zeitgenössischer Kunst besitzt. 18 Gemälde wurden aus der Kunstsammlung der Österreichischen Nationalbank, mit der die Albertina eine langjährige Partnerschaft verbindet, in diese Ausstellung integriert.

Informationen: http://www.albertina.at
 
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