Bartenstein: Sommertourismus brachte Rekordumsätze   

erstellt am
27. 11. 08

Besonders starke Zuwächse bei Gästen aus Russland und östlichen Nachbarländern
Wien (bmwa) - "Nach dem besten Winter aller Zeiten hat auch der heimische Sommertourismus ein großartiges Ergebnis erzielt. Die Umsätze der Tourismusbetriebe konnten um 6,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro gesteigert werden", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein zur Tourismusanalyse, die das Wirtschaftsforschungsinstitut im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat. Die Erwartungen für die kommenden Monate seien jedoch aufgrund der Konjunkturkrise gedämpft.

Die Zahl der Nächtigungen verzeichnete in der Sommersaison 2008 einen Zuwachs von 2,4 Prozent, die Nachfrage von in- und ausländischen Gästen entwickelte sich dabei in vergleichbarem Tempo (+2,5 bzw. +2,3 Prozent).

Auf den einzelnen Herkunftsmärkten fiel die Nachfrage in der heurigen Sommersaison unterschiedlich aus: Vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus Russland (+79,5 Prozent) und den östlichen Nachbarländern (Polen: +31,5 Prozent; Tschechien: +24,6 Prozent; Ungarn: +11,7 Prozent) wuchs kräftig, aber auch aus Dänemark (+5,1 Prozent) nächtigten deutlich mehr Gäste in Österreich.

Positiv entwickelten sich auch die Übernachtungen von Touristen aus den beiden wichtigsten Herkunftsmärkten, Deutschland (+1,6 Prozent) und den Niederlanden (+1,2 Prozent). Ein leichter Zuwachs wurde bei den Übernachtungen von Gästen aus Frankreich verzeichnet (+0,8 Prozent). Auf allen anderen bedeutenden Märkten ging die Nachfrage leicht bis mäßig zurück (Italien: –0,4 Prozent; Belgien: –2,3 Prozent; Schweiz: –3,3 Prozent). Relativ kräftige Rückgänge wurden bei Nächtigungen aus dem Vereinigten Königreich (–5,5 Prozent) und den USA (–19,0 Prozent) verbucht.

Hinsichtlich der regionalen Tourismusentwicklung erwirtschafteten das Burgenland, Wien, die Steiermark und Niederösterreich überdurchschnittliche Umsatzzuwächse. In Salzburg, Tirol, Oberösterreich und Kärnten lag das Wachstum etwas unter dem bundesweiten Wert. Vorarlberg verzeichnete als einziges Bundesland eine Stagnation der Tourismusumsätze im Vergleich zum Sommer 2007, in dem die "Gymnaestrada" für besonders hohe Nächtigungszahlen sorgte.
     
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