Neue Sport-Infrastruktur für Innsbruck   

erstellt am
05. 02. 09

Funsport-Zentrum, Garderobengebäude und ein Bootshaus
Innsbruck (rms) - Am 7. Februar wird die südliche Tollinger-Halle offiziell als Funsporthalle eröffnet. Zwei Beachvolleyballplätze sowie ein Platz für Streetsoccer bzw. Badminton stehen dann für die Bevölkerung zur Verfügung. Sportreferent Vizebürgermeister Dr. Christoph Platzgummer informierte zusammen mit Sportamtsvorstand Romuald Niescher, Mag. Matthias Schipflinger (OSVI), Mag. (FH) Ing. Michael Außerhofer (ISPa) im Rahmen eines Pressegesprächs am 04.02. über die Zukunft des Funsports in den Tollinger-Hallen sowie weitere Sportinfrastrukturmaßnahmen.

"Seit meinem Amtsantritt war ich bemüht, für Indoorsportarten eine geeigneten Halle zu finden", berichtete Vizebgm. Dr. Platzgummer. Schließlich fiel die Wahl auf die Tollinger-Hallen am Paschbergweg. Bisher wurden die beiden Hallen als Tennishallen genützt, ein weiterer Betrieb wäre für den Eigentümer aufgrund des großen notwendigen Investitionsaufwands nicht möglich gewesen. Die Stadt Innsbruck schloss im Jahr 2008 einen 60-jährigen Bestandsvertrag mit dem Eigentümer. Der Bestandzins für die beiden Hallen beträgt rund 7.000 €/Monat.

Nach Umbauarbeiten und Investitionen in Höhe von 100.000 € steht nun die südliche Halle für Funsportarten zur Verfügung. Damit hat Innsbruck als erste österreichische Stadt außerhalb Wiens ein derartiges Sportzentrum. "Die Halle ist ein großer Schritt, auch außerhalb des Vereinssports Trendsportarten anzubieten", freute sich Sportreferent Dr. Platzgummer über ein zusätzliches, wetterunabhängiges Sportangebot für die Bevölkerung.

"Der Bedarf ist da", so Mag. Matthias Schipflinger von der OSVI, die mit der Betreibung der Hallen beauftragt ist. Auf 400 Tonnen Sand wurden zwei Beachvolleyballplätze errichtet, daneben ein Streetsoccerplatz. Alternativ kann die Halle auch für Beachsoccer, Badminton u.ä. Trendsportarten genützt werden. Bezüglich des Angebots will man sich je nach Nachfrage flexibel zeigen, betonte Sportamtsleiter Romuald Niescher. Feedback von den Sportlern an das Sportamt bzw. die OSVI sei erwünscht. Derzeit sind die Plätze von Montag bis Freitag unter Tags Schulklassen, Jugendlichen und Verbandsvereinen vorbehalten, abends und an den Wochenenden werden sie frei vermietet. Buchungen sind via Internet bzw. Telefon möglich (www.tennisball.at/innsbruck<http://www.tennisball.at/innsbruck> bzw. Tel. 360110).

Die nördliche Halle wird noch bis März 2010 als Tennishalle genützt. Für die Nützung danach gäbe es verschiedene Ideen, so Platzgummer. Da die bestehende Kletterhalle im Haus des Sports bereits zu klein sei, wäre ein Kletterzentrum denkbar. Dafür müsste aber die Halle geschliffen werden. Bezüglich der Kosten bräuchte es Bund, Land und den Verband als Mithelfer, so Dr. Platzgummer. Auch eine Leichtathletikhalle wäre möglich. Vor allem in Hinblick darauf, dass die derzeit von den Leichtathleten genutzte Messehalle nur mehr bis Winter 2009/10 zur Verfügung steht. Als dritte Alternative wäre auch die Verwendung als zweite Funsporthalle möglich.

Weitere Sportinfrastrukturmaßnahmen
Anfang Mai 2009 wird das neue Garderobengebäude beim Sportplatz Wiesengasse in Betrieb gehen. Mit einem Bauvolumen von 4 Mio. € wurden Garderoben, Café und die neue Zentrale des Sport-Fuhrparks errichtet. Die Erweiterung bzw. Erneuerung des Garderobengebäudes beim Sportplatz Reichenau startet Anfang Juni 2009, die Fertigstellung ist spätestens im Frühjahr 2010 geplant.

Der Baubeginn für ein weiteres großes Sport-Projekt steht für 1. Juni 2009 bevor. "Mit dem Bootshaus am Sillzwickel machen wir einen großen Schritt vorwärts im Wassersport", so Vizebgm. Platzgummer. Seit Jahrzehnten suchte man eine Bleibe für die Wassersportler. Im Zuge des Projektes "Inn-Hochwasserschutz/Sillmündung" und der Verbauung des Areals der ehemaligen Lodenfabrik Baur-Foradori ist auch der Bau eines - architektonisch interessanten - Bootshauses möglich geworden. Daneben wird in der Sill eine Wasserwalze für Wassersportler errichtet. Im Bootshaus sind u.a. Lagerplätze für die Kanuboote und Räumlichkeiten für die Vereine und den Tiroler Kanuverband eingeplant. Das Investitionsvolumen für das Bootshaus beträgt 280.000 €.
     
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