Faymann und Häupl bei Gedenkveranstaltung   

erstellt am
13. 02. 09

12. Februar 1934 – Faymann: "Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lernen aus der Geschichte: Niemals vergessen"
Wien (sk) - Die Sozialdemokratie sei in ihrer Geschichte immer auf Seiten der Demokratie und der Freiheit gestanden, betonten Bundeskanzler Werner Faymann und Wiens Bürgermeister Michael Häupl bei der Gedenkveranstaltung zum 12. Februar 1934 am Abend des 12.02. im Wiener Gemeindebau Rabenhof, welche sich heuer zum 75. Mal jährte. Nach einleitenden Worten von Gemeinderat Ernst Woller und Nationalrat a.D. Ernst Nedwed erklärte Faymann: "Wir haben nicht nur die Aufgabe, Geschichte zu analysieren und zu interpretieren, sondern wir haben auch die Aufgabe, aus ihr zu lernen und Konsequenzen für heute zu ziehen." Faymann und Häupl betonten ihren tiefen Respekt vor den Freiheitskämpfern und wiesen auf die Notwendigkeit von dieser Gedenkveranstaltung hin.

Soziale Demokratie und antifaschistische Arbeit bilden die Kernstücke unserer Arbeit, so der Bundeskanzler. "All jene, die den Holocaust leugnen wollen, werden uns als entschlossene und entschiedene Gegner finden." Die Sozialdemokratie werde auch zukünftig keine Hetze zwischen InländerInnen und AusländerInnen oder zwischen Religionen zulassen. Ethnien und Religionen dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, so Faymann. Konflikte sollen mit demokratischen Mitteln und Überzeugungskraft gelöst werden, führte Häupl aus.

Faymann und Häupl nahmen die Gedenkveranstaltung auch zum Anlass, um auf aktuelle Entwicklungen, wie die Wirtschaftskrise, einzugehen. "Es ist unsere Aufgabe, die Arbeitnehmer, die sozial Schwachen und die Armen zu vertreten. Auf deren Seite sind wir in der Vergangenheit gestanden und werden wir auch in der Gegenwart und in der Zukunft stehen", unterstrich der Bundeskanzler. Die ökonomische und politische Theorie des Kapitalismus habe sich falsifiziert. Ein System, welches verstärkt auf Solidarität und Gerechtigkeit basiert, sei unabdingbar, erklärte Häupl.

Häupl kritisierte scharf antisemitische Aussagen von religiösen Würdenträgern und von Religionslehrern. "Niemals vergessen, handeln wir auch konsequent", betonte er. "Die Sozialdemokratie ist in ihrer ganzen Geschichte auf Seite von Demokratie und Freiheit gestanden", schloss Wiens Bürgermeister.
     
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