Maier: Cyber-Mobbing ernstzunehmende Bedrohung für Kinder   

erstellt am
11. 02. 09

Gemeinsamer SPÖ/ÖVP-Antrag zum Schutz für Jugendliche im Internet
Wien (sk) - Anlässlich des Safer Internet Day 2009 erinnerte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier an die besonderen Gefahren des sogenannten Cyber-Mobbing vor allem unter Jugendlichen und SchülerInnen und verwies auf einen gemeinsamen SPÖ/ÖVP- Entschließungsantrag, der im Parlament eingebracht wurde.

Die Hauptpunkte des gemeinsamen Antrages sind:

  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Verbreitung von Informationen, Beteiligung und Vorbeugung zur Steigerung des Problembewusstseins in der Öffentlichkeit. 48 Prozent der Geldmittel stehen dafür europaweit zur Verfügung.
  • Bekämpfung illegaler Inhalte sowie Bekämpfung schädlichen Verhaltens im Onlineumfeld und Missbrauch im Internet. Dabei geht es unter anderem auch um die Einrichtung öffentlicher nationaler Anlaufstellen und Hotlines für die Meldung illegaler Inhalte.
  • Förderung eines sicheren Online-Umfeldes auch durch spezielle technische Instrumente.
  • Aufbau einer Wissensbasis durch Förderung der Zusammenarbeit und des Austausches empfehlenswerter Verfahren auf internationaler Ebene.

"Die jetzt neu vorhandenen 50 Millionen Euro dienen dem Schutz und der Aufklärung von Jugendlichen im Internet", so Maier. Eine besondere Gefahr sieht Maier im Cyber-Mobbing. Diese Form der virtuellen Gewalt hat in den letzten Jahren - so wie grundsätzlich die Nutzung der Websites sozialer Netzwerke - stark zugenommen. In Europa nutzen derzeit 41,7 Millionen diese Websites, es gibt Berechnungen, dass es im Jahr 2012 bereits 107,4 Millionen Nutzer geben wird.

"Cyber-Mobbing ist eine besondere Gefahr für Minderjährige, da sie die Weitergabe von persönlichen Daten zumeist unterschätzen", so Maier. Bereits die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen, die das Internet nutzen, haben persönliche Daten schon weitergegeben, einer von fünf Jugendlichen mit Zugang zum Internet wurden bereits mehrmals online belästigt, gemobbt oder verfolgt. 87 Prozent der über 12-jährigen sitzt täglich drei Stunden vorm Internet. Dieser Tage unterzeichneten 17 führende Website-Anbieter eine Vereinbarung mit der EU mit den wichtigsten Schutzmechanismen auf den Websites. "Mit dem gemeinsamen Antrag von SPÖ und ÖVP, den wir bereits im Jänner eingebracht haben, sichern wir die österreichischen Präventions-Projekte auch in Zukunft", so Maier abschließend.

     
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