Berlakovich: Werde in Brüssel Selbstbestimmung bzgl. Gentechnik einfordern   

erstellt am
02. 03. 09

Individuelle Anliegen müssen in einer Gemeinschaft berücksichtigt werden
Wien (bmlfuw) - „Für mich ist es unser gutes Recht, selbst zu entscheiden, was auf unseren Feldern steht. Ich sehe nicht ein, dass die EU-Kommission uns den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen vorschreibt. Daher werde ich morgen in Brüssel – ungeachtet des Ausgangs der Abstimmung – das Recht auf Selbstbestimmung einfordern“, kündigt Umweltminister Niki Berlakovich am 01.03. an. Am 02.03. werden die EU-Umweltminister über die Aufhebung des österreichischen Verbotes für den Anbau der beiden gentechnisch veränderten Maissorten MON 810 und T25 abstimmen.

Umweltminister Berlakovich hat in den vergangenen Wochen schriftlich und auch in persönlichen Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus anderen EU-Mitgliedsländern intensive Überzeugungsarbeit geleistet und dabei die Zusage von vielen Partnerländern erhalten, beim morgigen Rat die österreichischen Anliegen zu unterstützen. Bundeskanzler Faymann hat zugesagt, sich bei seinem heutigen Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel für Unterstützung gegen das Vorgehen der Kommission einzusetzen.

„Aus der breiten Unterstützung schließe ich, dass es vielen Staaten ein Anliegen ist, jedem Land diese individuelle Verbotsmöglichkeit zuzugestehen, wenn es dort Bedenken gegen den Anbau gibt. Ich werde daher die Kommission auffordern, zu überprüfen, wie den Mitgliedsstaaten größere Freiheiten zum Schutz sensibler Gebiete, bis hin zur GVO-Freiheit eingeräumt werden können. “ so Umweltminister Berlakovich abschließend.
     
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